Breitband und Baugebiet Thema im Ausschuss

Digitales Zeitalter soll in jedem Winkel ankommen

STEMWEDE - Eine ordentliche Breitbandversorgung, die ihren Namen auch verdient, ist vielerorts im ländlichen Raum noch immer ein unerfüllter Wunsch. Im Kreis Minden-Lübbecke und damit auch in Stemwede könnte sich in den nächsten zwei bis drei Jahren in dieser Hinsicht einiges tun. Als eine gute Grundlage bezeichnete Bürgermeister Kai Abruszat gestern auf Nachfrage des Diepholzer Kreisblattes den in dieser Woche vorgestellten Masterplan Breitband für den Mühlenkreis, durch den auch etwa 2 300 weitere Haushalte in Stemwede die Chance auf einen schnelleren Internetzugang haben. Voraussetzung für die Umsetzung ist allerdings, dass alle elf Städte und Gemeinden im Kreis geschlossen auftreten und zeitnah einen Antrag auf Förderung durch Bund und Land auf den Weg bringen. „Der Breitbandausbau muss an Tempo gewinnen“, mahnt Abruszat zur Eile.

Zu den möglichen Geschwindigkeiten konnte Stemwedes Bürgermeister noch keine konkreten Angaben machen, es werde aber erheblich mehr sein als das, was jetzt vorhanden sei. Auch zu dem von der Gemeinde zu tragenden Anteil an den Kosten hält sich Abruszat bedeckt, solange die konkreten Rahmenbedingungen noch nicht geklärt sind. Sicher ist aber: Für die Gemeinde mit ihrer großen Fläche und ihrem mittelständischen Umfeld wird es eine enorme finanzielle Herausforderung sein, die aus Sicht Abruszats aber erforderlich ist.

Er hat beim Thema Breitband nicht nur die Verbesserung der Infrastruktur im Blick. Es gehe auch um die Werthaltigkeit von Immobilien. Jeder Bürger müsse ein Interesse daran haben, dass sein Haus einen schnellen Internetanschluss bekommt. „Das digitale Zeitalter soll in jedem Winkel unserer Gemeinde ankommen“, wünscht sich Abruszat, der auch für die oft kritisierte Kreisverwaltung ein Lob übrig hat. Sie nehme ihre Koordinierungsfunktion gut wahr. „Das ist ausdrücklich zu würdigen.“

Der Kreis hatte Anfang Mai einen Breitbandkoordinator eingestellt, der unter anderem die Kommunen beraten und unterstützen soll. Über die Details des Masterplans in Bezug auf Stemwede wird er am Mittwoch, 22. Juni, in der Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses berichten. Beginn ist um 17 Uhr in der kleinen Festhalle.

Die Ausweisung eines neuen Wohnbaugebiets wird an diesem Tag ebenfalls Thema sein. Da die angedachte Erweiterung des Baugebiets Stemshorner Weg nach Norden wegen zu hoher Geruchsimmissionen nicht mehr sinnvoll erscheint, schlägt die Verwaltung alternativ einen Bereich zwischen Dielinger Straße und Koppelweg direkt an der Grenze zu Stemshorn vor.

Die zu einem landwirtschaftlichen Betrieb gehörende Fläche ist aufgrund ihrer Nähe zu Wohnbebauung nicht für Viehhaltung geeignet, der Besitzer hat laut Verwaltung Verkaufsbereitschaft signalisiert. Geruchsimmissionen dürften hier nach Einschätzung der Verwaltung weniger problematisch sein, trotzdem rät sie zu einer gutachterlichen Klärung dieser Frage.

Auf der Fläche könnten etwa 13 Baugrundstücke mit je mindestens 600 Quadratmetern entstehen. Die Bezirksregierung hat laut Verwaltung bereits ihre Zustimmung signalisiert. J mer

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