RWE investiert 350 000 Euro in Breitbandausbau / Schnelles Internet ab Juli

Digitale Infrastruktur macht weitere Fortschritte

Es tut sich was bei der digitalen Infrastruktur in Stemwede: RWE-Kommunalbetreuer Johannes Geers (r.) und Bürgermeister Kai Abrsuzat (l.) überzeugten sich gestern vom Baufortschritt im Breitbandausbau. An der Ecke Alter Postweg / Maschstraße in Niedermehnen nahmen Christian Schulte (Westnetz, hockend l.) und Thomas Schröer (Firma Tepe) die letzten Vorbereitungen vor, bevor das Glasfaserkabel in die Leerrohre eingeblasen werden konnte. - Foto: Bokelmann

Twiehausen/Niedermehnen - Ab Juli werden rund 400 weitere Haushalte in Stemwede über schnelles Internet verfügen und damit neue Möglichkeiten der digitalen Infrastruktur nutzen können. Für Niedermehnen und Twiehausen hat die RWE das Breitbandnetz weiter ausgebaut – dafür wurden vier neue Multifunktionsgehäuse aufgestellt und zwölf Kilometer Glasfaserkabel gezogen.

45 Verträge habe Hugo-Internet in dem neuen Abschnitt bereits mit den Kunden geschlossen, berichtete Johannes Geers, als er sich gestern mit Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat einen Überblick über den Baufortschritt verschaffte. „Wir haben im November gestartet. Dann kam uns leider der nasse Winter in die Quere“, so der Kommunalbetreuer der RWE. Doch seit einigen Wochen laufen die Arbeiten des Energieversorgers an mehreren Baustellen wieder. „Wir sind immer irgendwo in Stemwede aktiv“, sagte Geers mit Blick auf den Internetausbau, der für die Flächengemeinde forangetrieben wird.

In den vergangenen Wochen hat der Stromversorger Westnetz parallel zur Niedermehner Straße und zum Alten Postweg (L 770) insgesamt 5 500 Meter Leerrohre in die Erde gebracht. Jetzt haben die Mitarbeiter rund 120 00 Meter Glasfaserkabel in das zusammenhängende Netz geschossen. Außerdem wurden zwischen Niedermehnen und Twiehausen vier Multifunktionsgehäuse ins Netz integriert. Die Kosten belaufen sich laut der RWE auf etwa 350 000 Euro.

Die Multifunktionsgehäuse verbinden das Glasfasernetz, mit dessen Technik Geschwindigkeiten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde möglich sind, mit den Kupferleitungen, die vom Kabelverteiler direkt in die einzelnen Haushalte führen.

Nachdem gestern die letzten Glasfaserkabel in die Leerrohre gekommen sind, steht eine Abnahmemessung an. Außerdem müssen noch Brücken zwischen den Kästen der Telekom und den Gehäusen der RWE gebaut werden, damit die Kunden an das Netz gehen können, so Geers zu den weiteren Arbeitsschritten. „Ein wenig Geduld ist noch nötig“, richtet sich der RWE-Kommunalbetreuer an die Kunden und bittet um Verständnis.

Bürgermeister Abruszat verwies im Rahmen des Vor-Ort-Termins noch einmal auf den Masterplan zum Breitbandausbau des Kreises Minden-Lübbecke hin. Dieser soll laut Abruszat Mitte Juni vorgestellt werden und weitere Handlungsfelder für den Ausbau in Sachen schnelles Internet aufzeigen. „Noch vor den Sommerferien werden unsere Ratsmitglieder über noch ausstehende Ausbauschritte beraten“, sicherte der Verwaltungschef zu. Aber schon jetzt machte er deutlich: „Es tut sich was in unserer digitalen Infrastruktur.“

Um auch vom schnellen Internet zu profitieren, müssen die Stemweder in den bereits ausgebauten Gebieten entsprechende Tarife mit Hugo-Internet abschließen, informiert Johannes Geers. Der Telekommunikationsanbieter ist in der Region rund um den Stemweder Berg sowie bis Lemförde und Hüde für den Vertrieb und die Vermarktung des Breitbandnetzes verantwortlich. Details zu den Tarifen und der Verfügbarkeit vor Ort gibt es im Internet oder unter Telefon 0511/99998037. - abo

stemwede.hugointernet.de

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