„Die kleine Bühne“ begeistert mit ihrer neuen Komödie in der Festhalle

Verrecken nur Schnecken?

+
Das Aphrodisiakum Yohimbin soll seine Wirkung bei Oskar (Andre Tönsing) nicht verfehlen, hofft Ulli (Kerstin Speckmeier).

Levern - Von Heidrun Mühlke. „Wenn drei sich morden in Stemwedes Norden, sind es letztlich nur die Schnecken, die verrecken!“ Oder doch nicht? Viele neugierige Besucher waren zur Premiere der Komödie der beliebten Laienspiel-Truppe „Die kleine Bühne“ in die Leverner Festhalle gekommen. Am Freitagabend kamen sie voll auf ihre Kosten und hatten mordsmäßig viel Spaß.

Das, was die Laiendarsteller auf die Bühne brachten, „ist ja schon richtig professionell“, schwärmte ein Besucher und wischte sich Lachtränen aus den Augen.

„Wenn drei sich morden“ ist ein Lustspiel in drei Akten von Rolf Stemmle. Das Stück haben Stemwedes Schauspieltalente mit einer gehörigen Portion Lokalkolorit eingefärbt. Die Begeisterung der engagierten Spieler übertrug sich rasch auf die Gäste und sorgte für Spaß und Spannung bis zur letzten Szene. Viele Pointen barg die Geschichte um die alternativ angehauchte Biologin Ulli, die mit dem Einzug und der Renovierung ihres einsamen Häuschens beschäftigt ist. In ihrem kleinen Versuchslabor testet sie ein neues Schneckenvertilgungsmittel.

Ulli, gespielt von Kerstin Speckmeier, konzentriert sich auf ihre Arbeit, bis der Handelsreisende und Auftragskiller Oskar auftaucht. Grandios mimt Andre Tönsing die Rolle des Bösewichts, für den die nichts ahnende Ulli rasch Sympathie entwickelt. Gemeinsam stoßen sie mit allerlei Kräutertinkturen auf geglückte Laborversuche an. „Plantago Major hilft gegen Zahnschmerzen und Hämorrhoiden“, erklärt Ulli und serviert die geballte Heilkräuterkraft in Form von Breitwegerich, Schlangenkraut und Pestwurz hinterher. Auch das Aphrodisiakum Yohimbin verfehlt seine Wirkung bei Oskar nicht.

Doch die beiden bekommen unerwünschte Gesellschaft von Ingeborg Herzog (Paula Melcher), ebenfalls Auftragskillerin, nur dass sie es auf Oskars Leben abgesehen hat. Wirrungen und verfängliche Situationen geben dem Stück Würze. Gegenseitig versuchen die drei sich Gift ins Müsli oder den Wein zu mischen. Als Ullis Professorin Brunhilde Sauer (Ulrike Langenberg) zum Essen kommt und eine neue Substanz ausprobieren möchte, und schließlich noch Strotzki (Rüdiger Lusmüller) als Auftraggeber des Mordkomplotts auftaucht, wird das Verwirrspiel richtig anstrengend. Schüsseln werden ständig weitergegeben und ausgetauscht, weil jeder jeden verdächtigt.

Wie das Lustspiel ausgeht, sei an dieser Stelle nicht verraten. Ob tatsächlich, wenn drei sich morden in Stemwedes Norden letztlich nur die Schnecken verrecken, können die Besucher in den Aufführungen am Freitag, 6. November, und Sonnabend, 7. November, jeweils um 19.30 Uhr sowie am Sonntag, 8. November, um 17 Uhr wieder in der Leverner Festhalle erleben.

Mit von der Partie war Regisseurin Martina Holle, sie half den Schauspielern bei Bedarf leise flüsternd auf die Sprünge. Für Maske und Frisuren sorgten Marion Hahler, Kerstin Windhorst und Sieglinde Krohn, für Bühne und Technik Dietmar Hahler, Reiner Wehrmann und Jürgen Melcher. Für Theke und Verpflegung zeichneten Jan-Chris Holle und Friedrich Tönsing mit einem engagierten Team verantwortlich.

Eine Spende aus dem Vorverkauf der Eintrittskarten überreichten die Mitwirkenden am Freitag an Waltraud Holtkamp für die Stemweder Flüchtlingshilfe.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Deutsche Soldaten sterben bei Hubschrauberabsturz in Mali

Deutsche Soldaten sterben bei Hubschrauberabsturz in Mali

Sommerreise durch den Landkreis Diepholz - der Mittwoch

Sommerreise durch den Landkreis Diepholz - der Mittwoch

Hochwasser-Einsatz der Verdener Feuerwehren

Hochwasser-Einsatz der Verdener Feuerwehren

Vorsicht: Hier lauern im Haushalt die meisten Keime

Vorsicht: Hier lauern im Haushalt die meisten Keime

Kommentare