Stemweder Kultureintopf vereint viel Gutes aus der heimischen Region

Deftiger Schmaus mit Gesang, Tanz und viel Humor

Der Nachwuchs der Tanzgruppe „Zarah“ präsentierte zauberhafte Tanzschritte auf blankem Bühnenparkett. - Fotos: Mühlke

WEHDEM - Von Heidrun Mühlke. Es ist wohl die pikante Mischung, gewürzt mit heimischen Zutaten, die den Kultureintopf immer wieder zu einem besonders unterhaltsamen Abend macht. Der Stemweder Kulturring tischte am Samstagabend in der Wehdemer Begegnungsstätte nicht nur deftigen Grünkohl aus der Küche der LWL-Maßregelvollzugsklinik Schloss Haldem auf, sondern auch ein abwechslungsreiches Programm mit kleinen und großen Tänzerinnen, musikalischen Darbietungen und ordentlich etwas zum Lachen mit der Heimatbühne Stemweder Berg.

Dass die jungen Musiker des Musikschulverbandes Espelkamp-Rahden-Stemwede krankheitsbedingt ihren Auftritt kurzfristig absagen mussten, tat dem Unterhaltungswert keinen Abbruch. Mit Chorsängerin und Solistin Ingrid Hacker-Seehaus hatten die Organisatoren im Nu gebührenden Ersatz gefunden. Die Oppenweher Sängerin gab nicht nur einige Chansons, wie „Am Tag als der Regen kam“ oder „Nur nicht aus Liebe weinen“ mit rauchiger Stimme zum Besten, sie animierte die rund 100 Besucher auch zum Mitsingen verschiedener Weihnachtslieder. Begleitet wurden sie und der „Begegnungsstätten-Chor“ von Karin Harms am Klavier.

Bezaubernd tänzerisch überzeugte anschließend der Nachwuchs der Tanzgruppe „Zarah“ aus Dielingen. Die Mädchen im Alter von fünf bis zehn Jahren hatten fleißig trainiert und zeigten stimmige Tanzschritte auf dem glatten Bühnenparkett. „Seit zwei Jahren trainieren die Mädchen einmal pro Woche“, erklären die Tanzlehrerinnen Viktoria Minsberg und Anna Neufeld. Zwar würde hart an den tänzerischen Leistungen gearbeitet, aber Spaß mache es allemal, waren sich die Mädchen einig und zeigten eindrucksvoll verschiedenen Tanzstile in ganz unterschiedlichen Kostümen.

Mit den erwachsenen Tänzerinnen setzte die Tanzgruppe „Zarah“ das Programm fort. Diese ließen einen Hauch von „Tausendundeiner Nacht“ durch die Begegnungsstätte wehen. Aufreizend, von seidigen Schleiern leicht verhüllt, zeigten die Tänzerinnen die Grazie rhythmischer Bewegungen aus dem Morgenland. Längst weit über Stemwedes Grenzen bekannt, bewiesen sie die Vielfalt ihres Repertoires. Natürlich durfte eingangs der klassische Bauchtanz nicht fehlen. Das Ergebnis der vielen Übungsstunden konnte sich sehen lassen, die Tänzerinnen präsentierten verschiedene orientalische Schleiertänze, wussten aber auch mit Fächern und Lichtkugeln zu begeistern.

Mit volkstümlichem tänzerischen Kulturgut der Zigeuner oder zu spanischen Kastagnetten-Klängen heizten Solotänzerinnen den begeisterten Zuschauern gleichermaßen ein wie mit modernen Tanzeinlagen vom Hip-Hop bis hin zum Breakdance. Mit einem fulminanten Schwarzlicht-Auftritt in beleuchteten Kleidern beendeten die Tänzerinnen eine abwechslungsreiche Tanzshow.

Zum Ende des Abends gab es dann noch ordentlich etwas zum Lachen mit Sketchen von der Stemweder Heimatbühne. Stefanie Klepper, Meike Wehrmann und Thorsten Geldmeyer boten Heidenspaß mit kurzen Possen aus dem Alltag. Als die Drei auf der Bühne loslegten, bogen sich die Zuschauer förmlich vor Lachen. Da dürfen die Fans schon gespannt sein, wenn sich im März 2017 der Vorhang wieder für ganz großen Theaterspaß mit der Heimatbühne Stemweder Berg öffnet. - hm

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