Chor „Liane“ schlägt in Dielingen Wurzeln / Büfett mit russischen Spezialitäten

Folklore und „Küsschen“

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Russische Folklore, Zigeunerlieder und deutsche Volksweisen brachte der Chor „Liane“ zu Gehör.

Dielingen - „Liane“ – der Name dieses Chores steht für eine Pflanze, die überall Wurzeln schlägt. 1994 gründeten die Schwestern Anna und Lilia Häberle mit weiteren russlanddeutschen Bürgern den Chor „Liane“. Seither ist die Singgemeinschaft fest in der Musikkultur der Stadt Diepholz verankert. Am Sonntagnachmittag hatte der Dielinger Verein „Raum für Gemeinde“ die Sänger mit den beiden Akkordeonspielern ins Gemeindehaus eingeladen.

Die Zuschauer genossen den heimatverbundenen Gesang und die farbenprächtigen Trachten der Akteure. Den musikalischen Bogen hatte der Folklorechor wie auch bei vorigen Auftritten weit gespannt. Bereits zum dritten Mal ließen sie Zuhörer bei russischer und ukrainischer Folklore und deutschen Volksliedern sowie Evergreens in Erinnerungen an die Heimat schwelgen.

Mit viel Temperament und Leidenschaft präsentierten die Sänger unter der Leitung von Lilia Häberle ein musikalisches Feuerwerk. Dabei wechselten die Sänger mehrmals ihr Outfit und unterstrichen die herzergreifenden Weisen mit entsprechenden Trachten. Mit dem ukrainischen Volkslied „Kosazke wesillja“ schickten sie die gut 70 Zuhörer in eine Pause – mit vielen selbstgebackenen russischen Spezialitäten.

„Dies sind ‚Russische Küsschen‘“, erklärt Marina Felker ein Gebäck. Felker hatte die Frauen der russischen Gemeinde in Dielingen gebeten, einige Spezialitäten aus deren Heimat für den Nachmittag vorzubereiten. Die ließen sich nicht zwei Mal bitten und servierten herzhaft und süß gefüllte Piroggen auf der Basis von Hefeteig, „Prainiki“, eine süße Leckerei aus Quarkteig, oder „Krepti“, ein Fettgebäck zu dem verschiedenen Dips gereicht wurden.

„Genial. Schmeckt ausgezeichnet“, befand Norbert Voigt, zweiter Vorsitzender des Vereins „Raum für Gemeinde“. Er war bei Weitem nicht der Einzige, dem das Backwerk mundete – im Nu leerte sich das Büfett. Die Bäckerinnen erhielten viel Anerkennung.

Den zweiten Teil des Konzerts gestaltete der Chor mit Zigeunerliedern, die von feurigen Liebhabern, schwarzen Augen und rassigen Schönheiten erzählten. Die Sänger verzauberten das Publikum immer wieder mit schönen Melodien wie „Rot sind die Rosen“ und „Kalinka“ im mehrstimmigen Gesang. Mit seinem Liedgut ist es dem Chor allemal gelungen, in der neuen Heimat Wurzeln zu schlagen – darüber hinaus ist „Liane“ mittlerweile wohl zu einer prächtigen Pflanze gediehen.

„Das Konzert wurde einmal mehr sehr gut angenommen, besonders von den Russlanddeutschen“, so Voigts Fazit nach dem rund zweistündigen Konzertnachmittag, dessen Erlös für den „Raum für Gemeinde“ bestimmt ist.

hm

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