Chöre nehmen das Publikum auf vergnügliche musikalische Reise mit

Ein Loblieb auf den Gesang

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Bernhard Brümmer-Dahmen leitet die Chorgemeinschaft aus dem MGV Haldem und „Liedertafel” Rahden.

Wehdem - Von Klaus Frensing. „Da, wo man singt, da lass Dich ruhig nieder.” Dieses geflügelte Wort nahmen am Sonntagnachmittag viele der Ehrengäste in der Begegnungsstätte in Wehdem ernst. Die Bezirksgruppe Lübbecke/Hille des Chorverbands Nordost-Westfalen feierte ihr Sängerfest mit acht Chören.

Der Bezirksvorsitzende Wolfgang Janetzki dankte den Ausrichtern vom Männergesangverein 1950 Haldem um seinen Vorsitzenden Gerhard Graue, der die Organisation der Veranstaltung übernommen hatte. „Wir sind die einzige Bezirksgruppe, die noch ein Sängerfest veranstaltet”, freute sich Janetzki. Aber auch im Chorverband brökele es langsam. Die Männergesangvereine aus Lübbecke und Kleinendorf hatten aufgrund zu weniger Sänger abgesagt und die DielSingers konnten wegen anderer Verpflichtungen nicht auftreten. Das tat dem Ablauf des Konzerts aber keinen Abbruch. Zumal der Veranstalter mit dem Ensemble „Romantik” aus Osnabrück unter der Leitung von Iryna Slavina einen Gastchor gewonnen hatte, der alle Zuhörer begeisterte.

Wie es sich gehört, begrüßten die Gastgeber vom MGV Haldem, die seit 2007 mit den Sängern des MGV „Liedertafel” Rahden eine Chorgemeinschaft unter der Leitung von Bernhard Brümmer-Dahmen bilden, das Publikum mit dem Volkslied „Horch, was kommt von draußen rein”. Im Anschluss gratulierten der künftige Stemweder Bürgermeister Kai Abruszat, selbst ehemaliger Chorsänger und -Leiter, sowie der Vorsitzende des Chorverbands Nordost-Westfalen Fritz Honermeier. Beide unterstrichen das Miteinander in geselliger Runde, wie es in den Chören gepflegt wird. „Singen ist im Chor immer noch am schönsten”, betonte Honermeier, bevor Moderator Klaus Möller die Zuhörer mit auf die Reise nahm.

Reise ist dabei wörtlich zu nehmen. Die Chöre pflegen nicht nur Liedgut aus deutschen Landen. „Die Welt ist voller Lieder” jubilierte der MGV „Sangeslust” Tonnenheide unter der Leitung von Helga Wöstehoff und bot auch mit der schottischen Weise „Lied der Freundschaft” eine reife Leistung. „So kräftig müssen Männer singen”, lobte Bezirks-Chorleiter Rudolf Jung.

Die Chorgemeinschaft Hille-Warmsen, am Klavier von Leiter Karl-Heinz Schlotmann begleitet, schwärmte vom „Zauber der Südsee” und intonierte Daniel Gerards „Butterfly”. Auf hohe See begab sich die Chorgemeinschaft Isenstedt-Frotheim mit ihrer Kapitänin Liga Kravale-Michelsohn und dem vor allem von Hans Abers bekannten Lied „La Paloma”.

Nach der Pause ging es mit der Singgemeinschaft „Frohsinn” unter Leitung von Olga Rust schwungvoll weiter. Sie machte ihrem Namen mit „Sing mit mir” – der deutschen Version des Beatle-Evergreens „Ain’t she sweet” alle Ehre. Mit einem kleinen Musical-Potpourri – „Over the rainbow” aus „Der Zauberer von Oz” und „Memory“ aus „Cats” – begeisterte die „Singgemeinde” Lashorst. Absoluter Höhepunkt des Konzerts waren die Sängerinnen vom Ensemble „Romantik”, die mit ihren Liedern einen besonderen Hörgenuss boten. Ein wunderschönes „Summertime”, sehnsuchtsvolle Volkslieder und der „Pariser Tango” rissen die Zuhörer zu Beifallsstürmen hin.

Den Gastgebern war der letzte Auftritt vorbehalten. Der Jahreszeit angemessen sangen sie „Bunt sind schon die Wälder“, bevor sie sich mit der russischen Weise „Wenn der Abendwind” verabschiedeten. Zum Finale sangen alle „Kein schöner Land in dieser Zeit”.

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