Bürgermeisterkandidat Wortmann stellt Projekt „Wohnen im Alter“ vor

„Der Bedarf ist da“

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Uwe Wortmann, Bürgermeisterkandidat in Stemwede, hat mit Bürgern und Investoren ein Konzept für Wohnparks entwickelt, dessen Details er nun öffentlich macht.

Stemwede - Im vertrauten Umfeld in Würde, Gemeinschaft und soweit möglich selbstständig alt werden, dabei Unterstützung aber immer in der Nähe haben – diese Vision für den Lebensabend möchte Uwe Wortmann in Stemwede gerne Realität werden lassen. Darum hat der von SPD und Grünen unterstützte Bürgermeisterkandidat gemeinsam mit Bürgern, Betroffenen und Investoren ein Konzept für altersgerechtes Wohnen in der Flächengemeinde entwickelt, das allerdings nicht auf die ältere Generation beschränkt sein soll.

Wortmann und mehrere Investoren planen die Errichtung von Wohnparks mit modular veränderbaren Fertighäusern. „Wir werden in Levern anfangen, weil es da die besten infrastrukturellen Voraussetzungen gibt“, erklärt Wortmann. Außerdem seien Parks in Dielingen und Wehdem geplant. Man habe konkrete Grundstücke ins Auge gefasst, spruchreif sei aber noch nichts.

Die Idee: Die Häuser stehen in einer Parkanlage verteilt und sind innerhalb von zehn Minuten durch einen im Park ansässigen Pflegedienst zu erreichen. Es gibt ein Notfallsystem, mit dem überall im Wohnpark ein Alarm ausgelöst werden kann. Bei Bedarf können jederzeit pflegerische oder haushaltsunterstützende Maßnahmen hinzu gebucht werden. Derzeit werde geprüft, ob auch Menschen mit Pflegestufe drei dort allein leben können, für alle anderen Pflegestufen seien die barrierefreien Häuser aber geeignet, so Wortmann. Innerhalb des Parks stehen Gemeinschaftsräume auch für Veranstaltungen zur Verfügung.

Eine Besonderheit besteht laut Wortmann darin, dass sich die Häuser an die Bedürfnisse ihrer Bewohner anpassen lassen, indem einzelne Module hinzugefügt oder entfernt werden. Durch ein auf Erdwärme basierendes Nahwärmesystem könnten die Nebenkosten erheblich reduziert werden, so Wortmann. Als „sehr interessant“ bezeichnet der Bürgermeisterkandidat die Herstellungskosten, die sich demnach auf etwa 1000 Euro pro Quadratmeter belaufen. Da in der Regel nur das Haus gekauft oder gemietet werde und nicht das Grundstück, könnten es sich auch Menschen mit geringem Einkommen leisten, dort zu wohnen, ist der Bürgermeisterkandidat überzeugt.

Das Konzept richtet sich ausdrücklich auch an noch rüstige ältere Mitmenschen, die in einer Interessensgemeinschaft ein neues Zuhause finden wollen, in dem sie würdevoll und möglichst lange eigenständig alt werden können. Auch für junge Familien, die jederzeit ein Kinderzimmer anbauen könnten, eigne sich die Bauweise der Häuser.

Das Interesse ist laut Wortmann groß. Ein potenzieller Wohnparkbetreiber habe bereits doppelt so viele Anfragen, wie Häuser zur Verfügung ständen. „Der Bedarf ist sicherlich da und wird auch stärker werden“, so Wortmann, der auf zwei weitere positive Nebeneffekte hinweist: Je Wohnpark könnten fünf bis zehn Arbeitsplätze und weitere für die Herstellung der Häuser in Stemwede entstehen und es könnten verbesserten Voraussetzungen für die Ansiedlung von Ärzten geschaffen werden.

Derzeit wird ein detaillierter Businessplan erstellt. Für die weitere Umsetzung des Konzepts sind laut Wortmann weitere Investoren willkommen. Sie können sich ebenso wie Menschen, die Interesse an einem Haus haben, per E-Mail an wortmann.u@t-online.de melden.

mer

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