Bürger sprechen sich bei Versammlung dafür aus / Projektgruppe soll Vorschlag konkretisieren

Immenklause soll weiter genutzt werden

Über die Zukunft der Drohner Immenklause wurde in selbiger beraten.
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Über die Zukunft der Drohner Immenklause wurde in selbiger beraten.

Drohne - Von Marcel Jendrusch. Die Bedeutung einer Veranstaltung kann auch an ihren Besucherzahlen bei schlechtem Wetter abgelesen werden. Nimmt man diese als Indikator, bleibt festzuhalten: Die Bürgerversammlung in Drohne am Donnerstagabend war äußerst wichtig. Etwa 70 Menschen hatten sich in der Immenklause getroffen, um über die Zukunft des Hauses zu beraten.

„Ohne Saal können wir dann auch bald die Ortsschilder abmontieren“, sagte Ortsheimatpfleger Wolfgang Koop sorgenvoll. Wenn Marlis Hohlt, Inhaberin der einzig noch verbliebenen Gaststätte, irgendwann in den Ruhestand gehe, habe der Ort keine Versammlungsstätte mehr.

Die gemeindeeigene Immenklause war von der Verwaltung zum 1. Januar 2014 für private Feiern geschlossen worden. Diese führte schwere sicherheitstechnische und hygienische Mängel der Küche als Grund an. Eine Sanierung der Küche kommt für die Gemeinde nicht infrage. Lediglich 13 private Feiern habe es zwischen Januar und Oktober 2013 gegeben. Diese Anzahl rechtfertige Sanierungskosten von mindestens 35000 Euro nicht. Zum Vergleich: Von 2009 bis 2012 hatten pro Jahr noch weit mehr als 20, teilweise sogar über 30 Privatpersonen die Immenklause gebucht. Zurzeit sind dort nur noch Vereinsveranstaltungen zugelassen.

Im Hinblick auf die Zukunft des Hauses gefiel den Teilnehmern der Bürgerversammlung vor allem ein Vorschlag einer Projektgruppe um Ortsheimatpfleger Wolfgang Koop, Thomas Rau vom Schützenverein Drohne sowie Heiner Rennegarbe und Harald Heuchel von der örtlichen Löschgruppe. Laut diesem könnte die Gemeinde oder ein Sponsor als Träger der Immenklause das Haus beispielsweise an den Schützenverein oder die Löschgruppe vermieten. Diese wiederum hätten das Recht, an andere Vereine oder Bürger unterzuvermieten.

Sanierungsarbeiten könnten mit einer gesetzlich notwendigen Modernisierung des Drohner Feuerwehrgerätehauses einhergehen. „Dieses ist nicht mehr auf dem neuesten Stand, unter anderem sieht der Gesetzgeber Duschräume für die Kameraden vor“, so Heiner Rennegarbe.

Die Sanierung müsse angegangen werden, da Pläne für ein neues gemeinsames Gerätehaus mit der Löschgruppe Dielingen nicht realisiert würden.

Der bisherige Schulungsraum der Löschgruppe müsse den Duschen weichen. Einen neuen Raum soll die Feuerwehr in der Immenklause bekommen. Die bisherige Küche und die Theke würden entfernt, der Saal mittels einer variablen Trennwand aufgeteilt werden. Dort hätten Löschgruppe und Schützenverein dann eigene Bereiche, die bei Bedarf zu einer großen Fläche verbunden werden könnten. Im Löschgruppen-Bereich soll zudem eine normale Küchenzeile installiert werden.

In die positiven Stimmen aus der Bürgerschaft mischte sich vor allen von Seiten der älteren Teilnehmer große Dankbarkeit für das Engagement zum Erhalt der Immenklause. Sie erinnerten vor allem an die Arbeit und das Herzblut, dass sie, teilweise zusammen mit ihren Vätern und Großvätern zu Beginn der 1970er-Jahre in das Bauvorhaben gesteckt hatten.

Seit der Gebietsreform 1973 ist die Gemeinde Stemwede Eigentümer der Klause. Der Schützenverein ist seit 1976 Dauernutzer der Räumlichkeiten. Im Jahr 2009 war die Gemeinde an die Drohner Vereine mit der Bitte herangetreten, die Immenklause zu übernehmen. Dies wurde aus Kostengründen abgelehnt. Auch eine alleinige Übernahme durch den Schützenverein kam 2012 nicht zustande.

Nach den positiven Resonanz aus der Bevölkerung wird die Projektgruppe ihren Vorschlag nun weiter konkretisieren und ist dankbar für weitere Hilfe.

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