Bürger in Dielingen und Drohne sollen Projekte zur Förderung vorschlagen

Missstände entdecken und Stiftung ansprechen

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Finn Hohlt (links) und Jonathan Beening haben ein Projekt vorgeschlagen, das die Förderstiftung unterstützen könnte: Den Bau einer Skateranlage in Dielingen.

Dielingen - Die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements hat sich die Förderstiftung Dielingen Drohne auf die Fahne geschrieben. Am Dienstagabend hatte sie zu einem Informationsabend in das Dielinger Gemeindehaus geladen, um sich der Öffentlichkeit vorzustellen und gemeinsam mit den Bürgern über Projekte für die Förderstiftung zu sprechen.

Zum fünfköpfigen Stiftungsrat gehören Vorsitzender Dr. Jürgen Gräber aus Dielingen, sein Stellvertreter Heinrich Rennegarbe aus Drohne, der Dielinger Theodor Frenzel, Rainer Grube aus Drohne sowie Detlef Pöttker aus Lemförde. Gräber erläuterte die vielfältigen Möglichkeiten der Stiftung, vor allem bei der Unterstützung von Projekten zur Förderung des Zusammenlebens in Dielingen und Drohne.

Als ein mögliches Projekt in naher Zukunft nannte Pfarrer Michael Beening den Bau einer Skater-Anlage in Dielingen. Zwei Jugendliche, Jonathan Beening und Finn Hohlt, haben bereits Unterschriften für eine solche Anlage gesammelt, einen Platz nahe des Dielinger Sportplatzes für ihr Vorhaben ausfindig gemacht, Zeichnungen angelegt und einen groben Kostenplan aufgestellt. „Rund 20000 Euro kostet eine Skater-Anlage. Damit hätten wir Jugendlichen in Dielingen einen tollen Treffpunkt“, zeigten sich die jungen Leute begeistert und stießen durchaus auf offene Ohren. Ordnungsamtsleiter Werner Bahnemann empfahl, sich zeitgleich mit der Gemeinde Stemwede in Verbindung zu setzen. Schließlich gebe es in der sportlichen Gemeinde Stemwede spezielle Sportfördertöpfe.

Weitere Projekte, die für die Förderstiftung unterstützenswert sind, sind die Integration der Asylbewerber und die Transporte Jugendlicher bei kirchlichen Veranstaltungen, auch Dorffeste oder der Erwerb einer Ladestation für E-Bikes könnten dazu gehören.

Zum Thema Integration etwa schlug die Versammlung ein interkulturelles Fest für Stemwedes Bürger gemeinsam mit den Asylbewerbern vor. Das sei aber bereits im Rahmen der Europawoche am 10. Mai am Wehdemer Life House geplant, erinnerte Bahnemann. Dann soll die Nordwand am Life House bemalt werden, ein buntes Rahmenprogramm mit Spiel, Spaß sowie Kaffee und Kuchen runden den Nachmittag ab.

„Die Bürger müssen mit offenen Augen durch die Orte gehen, um Missstände zu entdecken, und die Stiftung ansprechen, die dann prüft, ob etwaige Vorhaben den Förderrichtlinien der Stiftung entsprechen“, forderte der Stiftungsrat auf.

Nach Stiftungsrecht darf das Kapital von derzeit rund 50000 Euro nicht angetastet werden. Lediglich der Zinsertrag sowie Spenden stehen für die Förderung zur Verfügung. Wer sich in die Förderstiftung Dielingen Drohne einbringen und die Aktivitäten nachhaltig finanziell unterstützen will, kann mit wenigstens 200 Euro Zustifter werden. Jederzeit kann die Förderstiftung außerdem mit einer Spende, welche für die Förderung der gemeinnützigen Zwecke verwendet wird, unterstützt werden. Der Stiftungsrat freut sich auch über ehrenamtliches Engagement.

hm

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