2015 weniger Besucher und weniger Umsatz / Neues Konzept für 2017

Bünselmarkt legt eine kreative Pause ein

Der Trödelmarkt beim Bünselmarkt kam in den Vorjahren gut an bei den Besuchern, beim Dorfabend verzeichnete der Gewerbeverein dagegen zuletzt geringere Einnahmen. Auch die Aussteller waren nicht zufrieden, weshalb das Bünselmarkt-Konzept jetzt überdacht wird.

Oppenwehe/Oppendorf - Gerüchte machten in den vergangenen Wochen und Monaten schon häufiger die Runde, jetzt ist es amtlich: In diesem Jahr wird es keinen Bünselmarkt in Oppenwehe geben. Weil zuletzt der Zuspruch sowohl der Aussteller als auch der Besucher rückläufig war, soll zunächst ein neues Konzept erarbeitet werden und der Markt dann im Frühjahr 2017 wieder veranstaltet werden.

Der Rückblick auf den Bünselmarkt 2015 während der Jahreshauptversammlung fiel ernüchternd aus. Die Aussteller sowohl im Gewerbezelt als auch im Außenbereich seien mit der gegenüber 2014 geringeren Besucherzahl und dem damit verbundenen geringeren Umsatz nicht zufrieden gewesen, informiert der 33 Mitglieder zählende Gewerbeverein. Von Nachteil war laut Klaus Schäffer, dass einige Autohäuser kurzfristig abgesagt hatten. Insofern habe es viel Freifläche im Außenbereich gegeben, was insgesamt einen dürftigen Eindruck auf Besucher gemacht habe. Die Treckerfreunde seien dagegen mit dem Markt sehr zufrieden gewesen, sowohl die Modenschau als auch der Talentwettbewerb seien sehr gut besucht gewesen. Auch der Trödelmarkt kam laut Schäffer wiederholt gut bei den Besuchern an.

Jobst Linkermann teilte mit, dass ein Verlust von 4 000 Euro in der Kasse des Gewerbevereins entstanden ist. Als Gründe nannte er weniger Einnahmen beim Dorfabend und geringere Standeinnahmen. „Wir hatten außerdem höhere Kosten beim Gewerbezelt, und in diesem Jahr sind einmalige Kosten für wiederverwendbare Werbeplakate angefallen“, so Linkermann. Die Kosten für die Plakate müsse man über die nächsten Jahre abschreiben. Dennoch sei der Verlust ein Warnzeichen. Man müsse die Finanzen im Auge behalten.

Reichlich Zündstoff barg die Diskussion darüber, ob der Bünselmarkt in alter Weise im nächsten September stattfinden soll oder ob er mit neuem Konzept erst im nächsten Jahr wieder veranstaltet wird. Einige Versammlungsteilnehmer beurteilten die Pause 2016 kritisch, Klaus Schäffer deutete jedoch an, dass auch eine Terminverschiebung geplant sei, so dass kein ganzes Jahr bis zum nächsten Markt vergehen würde. Bei zwei Gegenstimmen entschieden die Mitglieder dann, den Markt 2017 mit neuem Konzept durchstarten zu lassen.

Rüdiger Vogt ist sich sicher: „Falls der Markt 2017 nicht besser besucht wird, ist der Markt Geschichte. Unser kleiner Verein kann finanzielle Verluste, wie sie beim letzten Markt angefallen sind, nicht lange durchhalten. Es muss was geschehen.“ Mike Möller betonte, die Oppenweher und Oppendorfer müssten den Markt zahlreich besuchen. Gerade die Abendveranstaltungen seien von den Besucherzahlen rückläufig. Er habe das Gefühl gehabt, dass der überwiegende Teil der Besucher von außerhalb gekommen sei Heinrich Huck gab zu bedenken, dass Dörte und Karl-Heinz Meier mit dem Dorfabend allein das Festzelt nicht finanzieren können. Wichtig sei daher, dass auch die Abendveranstaltung am Sonnabend angenommen werde.

Als Termin für den Bünselmarkt 2017 einigte man sich auf das dritte Wochenende im März. Das Konzept soll in den nächsten Monaten entstehen. Mike Möller etwa könnte sich als Alternative zum Vergnügungsmarkt einen Familienmarkt mit Attraktionen jenseits von Autoscooter und Wurfbuden vorstellen. Der Markt müsse für Kinder und Jugendliche deutlich attraktiver werden. Allerdings, so betonte Möller, müsse alles gut geplant werden und auch der Eintritt bezahlbar sein.

Für den Samstagabend werden Dörte Meier und Thorsten Grabow ein neues Konzept erarbeiten. Der Vorstand will sich regelmäßig treffen, um den Markt komplett neu zu gestalten. Wer sich einbringen möchte, kann sich mit Klaus Schäffer in Verbindung setzen. „Frische Ideen sind uns immer willkommen“, so Schäffer.

Insgesamt waren alle Anwesenden der Meinung, dass der Erhalt des Jahrmarktes eine große Herausforderung ist, die Gewerbetreibenden sind aber zuversichtlich, dass mit dem frühen Termin im März gerade die Attraktivität der Gewerbeausstellung zunehmen wird.

Bei den Vorstandswahlen wurde Rüdiger Vogt einstimmig als zweiter Vorsitzender wieder gewählt, ebenso wie Jobst-Henrik Linkermann als erster Geschäftsführer und Thorsten Grabow als Referent für Öffentlichkeitsarbeit. Volker Leermann ist neuer Kassenprüfer und Nico Warner, Inhaber des Gasthauses Bosse in Oppendorf, neuer Beisitzer.

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