Bockwindmühle in Oppenwehe eine Sensation in Europa

Mühlengruppe verabschiedet sich mit Aktionstag in die Winterpause

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Weihnachtliche Deko, warme Socken und wärmendes Essen standen an der Oppenweher Bockwindmühle zum Verkauf.

Oppenwehe - Auf ihre Bockwindmühle sind die Mitglieder der Oppenweher Mühlengruppe zu Recht stolz. Immerhin handelt es sich dabei um eine europaweite Sensation: „Wir haben die einzige Mühle, bei der alle drei Mahlgänge sowie Elevator und Beutelkiste noch voll funktionstüchtig sind“, erklärte Mühlengruppen-Vorsitzender Karl-Heinz Bollmeier.

Zum letzten Mal in der Saison hatten die Ehrenamtlichen den Platz an der Mühle hergerichtet und lockten mit Pickert, selbstgemachten Marmeladen und Dekorationsartikeln die Besucher ins Freie. „Die Saison ist gut gelaufen“, resümierte Bollmeier, der auch am Sonntag mit den Besucherzahlen zufrieden war. Es sei zwar kalt, aber immerhin trocken, blickte er auf die Wetterlage, die stets der ausschlaggebende Faktor für die Mühlentage sei. Allerdings gebe es eine allgemeine Stagnation bei den Besuchern, bedauerte Bollmeier. „Mit bis zu 500 Gästen an einem Aktionstag waren wir immer sehr verwöhnt“, erklärt er. Mit etwa 300 Besuchern könne die Gruppe aber nach wie vor zufrieden sei. Besonders gut angenommen werden laut Bollmeier stets die Thementage wie beispielsweise der Kindertag oder eine Ausstellung mit Landmaschinen. „Das werden wir auch nächstes Jahr fortsetzen“, verspricht der Oppenweher. In gewohnter Weise soll es im nächsten Jahr wieder sieben Aktionen an der Bockwindmühle geben.

Doch auch wenn die Saison nun offiziell beendet ist, kehrt noch keine Ruhe bei den Mühlengruppen-Mitgliedern ein. Auf dem Gelände und an den Häusern stehen noch diverse Arbeiten an, um den Holzkoloss aus dem 18. Jahrhundert winterfest zu machen. „Die Flügel kommen momentan zu dicht am Bock vorbei. Da müssen wir dringend was machen“, berichtete Karl-Heinz Bollmeier, dass diese Maßnahme aufgrund des Gebrauchs der Mühle in regelmäßigen Abständen normal sei. „Immerhin ist die Bockwindmühle ständig in Bewegung.“ Und auch das Fachwerk brauche konstante Pflege. Diesmal ständen Malerarbeiten an.

Zu den Arbeitseinsätzen, zu denen auch Baumschnitt zählt, werden viele der 54 Mühlengruppen-Mitglieder anrücken. „Wir sind die stärkste Gruppe im Kreisgebiet und ein eingespieltes Team“, freut sich Bollmeier, dass auch junge Leute zu den Reihen der Mühlenfreunde zählen und in der Saison sechs neue Mitglieder verbucht wurden.

Das gesamte Team sowie Angehörige hatten sich für den letzten Aktionstag ins Zeug gelegt und boten selbstgemachte Marmeladen an. Bei Lea Brand und Dirk Müller probierten die Gäste neben den süßen Brotaufstrichen auch Trauben- sowie Apfel-Trauben-Saft – alles aus Früchten aus den heimischen Gärten hergestellt, unterstrich Brand.

Auf dem Gelände hatte auch Dieter Vogt aus Varl einen Platz gefunden und zeigte seine Holzarbeiten. Christel Knüll hatte wieder Kleidung für Sektflaschen dabei und Brigitte Bauermeister bot wärmende Socken und Handschuhe. Mit Schmuck und Körnerkissen war Redekers Nähstübchen aus Wehdem in den Nachbarort gereist, wo die Tonnenheider Strickeschläger ebenfalls ihr Handwerk zeigten.

abo

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