„Ten Years After“ rocken das Life House / Mehr als 200 Zuschauer

Bluesrockige Ostergrüße

Bluesrockige Ostergrüße hatten „Ten Years After“ mit Colin Hodgkinson am Bass im Gepäck. - Fotos: Mühlke

Wehdem - Da hatte der Osterhase allen Blues-Rock-Freunden aber ein dickes Ei ins Nest gelegt. Zum Ausklang des Osterfestes rockte am Abend des Ostermontages die Woodstock-Legende „Ten Years After“ das Wehdemer Life House. Gut zwei Stunden lang lieferten die vier Vollblutmusiker einen energiegeladenen Blues-Rock-Abend, der in Erinnerung bleiben wird.

Weit mehr als 200 Fans hatten teilweise eine längere Anfahrt – die Kennzeichen der rund ums Life House geparkten Autos belegten das – in Kauf genommen, um ihre Idole zu feiern. Viel mehr Leute würden auch nicht ins Life House passen, sagte Wilhelm Lindemann vom veranstaltenden Verein für Jugend, Freizeit und Kultur (JFK) am Rande. „250 vielleicht, dann ist Schluss.“

Und diese Rock-Fans gingen begeistert mit, schüttelten die oftmals recht angegrauten Silberlocken, rissen begeistert die Arme in die Höhe und drehten kleine Filmchen oder machten Fotos mit dem Smartphone. Erinnerungen fürs Leben. Wäre es damals so einfach gewesen, die Idole zu filmen oder zu fotografieren, hätte einer der Fans eine lange Liste legendärer Bands für die Ewigkeit auf eben dieser modernen Technik festgehalten. „Aber Ten Years After fehlte mir noch in meinem Sammelsurium von Konzertbesuchen“, freut er sich und hält den Aufnahmebutton.

Den Einstieg in eine Musik-Ära der glorreichen sechziger Jahre liefern wummernde Bässe. „Sugar the road“ ließ keinen Zweifel daran, dass krachender Blues-Rock die kommenden Stunden bestimmen würde. Aus der Urbesetzung von „Ten Years After“ sind lediglich Schlagzeuger Ric Lee und Keyboarder Chick Churchill am Start. Für die Gründungsmitglieder aus dem Jahre 1967 Leo Lyons und Alvin Lee spielt jetzt Colin Hodgkinson den Bass und Marcus Bonfanti liefert den Gesang.

Dabei fegt Bonfanti energiegeladen über die Bühne und schleudert seine lange schwarze Mähne, die ihm nach den ersten Songs im schweißnassen Gesicht klebt. Spielfreude pur ist ihm bei jedem seiner Gitarrenriffs ins Gesicht geschrieben. Genug Raum lässt Bonfanti seinen Musikerkollegen, die ihrerseits mit minutenlangen Soli bei nicht minder enthusiastischer Spielfreude erquicken.

Die Freunde der guten alten Rockmusik bekommen, was sie wollen. Auch die ganz großen Hits der vier Mannen aus England fehlen an diesem Abend nicht: „The Hobbit“, „Love like a man“, „Schoolgirl“ oder „I say yeah“. Aber die Profi-Musiker auf der Life-House-Bühne können nicht nur laut und drückend – mit der himmlischen Ballade „I’d love to change the world“ zaubern „Ten Years After“ im Nu einen beseelten Ausdruck in die Gesichter der vor der Bühne im Takt wiegenden Menge.

Den allseits heiß ersehnten Kulthit „I'm going home“ heben sich „Ten Years After“ bis zur Zugabe auf und legen mit „Choo Choo Mama“ noch ein letztes Mal kräftig nach.

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