Betriebsausschuss berät erneut über das Feuerwehrgerätehaus in Oppenwehe

Alte Fahrzeughalle soll zum Sozialtrakt werden

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Nur mit Vorsicht gelingt es den Feuerwehrmännern aktuell, das große Löschfahrzeug durch das zu niedrige Tor zu fahren.

Oppenwehe - Seit etwas mehr als vier Jahren laufen die Gespräche für die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Oppenwehe. Jetzt gehen sie mit der Sitzung des Betriebsausschusses in eine neue Runde. Der ursprüngliche Kostenrahmen von 118675 Euro ist längst mehrfach überschritten worden. Inzwischen muss die Gemeinde mit rund 555000 Euro rechnen.

Die Mitglieder des Betriebsausschusses haben vor der Sitzung am Dienstag, 24. November, ab 17 Uhr in der kleinen Festhalle in Levern bereits eine Reihe von Kostenschätzungen und Zahlen bekommen, damit sie zu einer Lösung kommen.

Die Schätzkosten aus dem Jahr 2011 stiegen erstmals, weil die neuen Sanitärräume und Umkleiden nach DIN-Vorschrift weitere Investitionen nötig gemacht hatten. Diese Nebenräume sollten am Ostgiebel angebaut werden. Doch auch die Summe von 277500 Euro, die bereits im Wirtschaftsplan 2015 eingestellt worden war, gehört mittlerweile der Vergangenheit an.

Bei einer Besichtigung Anfang des Jahres hatten die Mitglieder der Feuerwehr darauf hingewiesen, dass das Tor zu niedrig ist und das große Löschfahrzeug nur hindurch passt, weil die Feuerwehrmänner die Dichtlippe am Tor abmontiert hatten und das Fahrzeug abgesenkt ist. Bei neueren Modellen sei das aber nicht mehr möglich. Die Tore müssten mindestens vier Meter hoch sein – und damit einen halben Meter höher als aktuell.

Bis zu dieser Feststellung waren die Planer davon ausgegangen, dass die vorhandene Halle in ihrem bisherigen Bestand erhalten bleiben und lediglich die technische Ausstattung wie Abgasabsaugung und eine Stiefelwaschanlage optimiert werden sollte. Mit den neuen Infos hatte sich das Architekturbüro Winkelmann aus Oppenwehe erneut an die Erarbeitung verschiedener Varianten gemacht. Der Favorit der Verwaltung: Die bisherige Fahrzeughalle wird in einen Sozialtrakt umfunktioniert, vor dem Ostgiebel würde eine neue Halle mit zwei Stellplätzen entstehen. Die voraussichtlichen Gesamtbaukosten hatte der Architekt mit 544660 Euro veranschlagt.

In einer vierten Variante spielten die Planer die Möglichkeit durch, die Decke anzuheben: Allein dafür rechneten sie mit 67450 Euro. Unter Berücksichtigung weiterer Baukosten kämen sie auf einen Bruttogesamtbetrag von 574764 Euro. Ein Problem, das sich zudem ergeben würde: Angaben der Verwaltung zufolge kreuzen sich die Zugangswege der Feuerwehrmänner mit den Ausfahrtswegen der Einsatzfahrzeuge. Für eine Lösung würden weitere 20000 Euro anfallen.

Nach einer Sondersitzung des Betriebsausschusses im Sommer hatte Klaus Tellbüscher vom zentralen Gebäudemanagement einen weiteren Architekten beauftragt, sich ein Bild zu machen. Das Architekturbüro Rehermann, Scherhans, Krawinkel (RSK) hatte dann Pläne entworfen – mit der Option für drei Stellplätze, da nun auch drei Fahrzeuge in Oppenwehe stehen. Laut Verwaltung reichen künftig aber zwei Plätze, weil ein Fahrzeug im Neubau des gemeinsamen Feuerwehrgerätehauses Wehdem-Westrup untergebracht werden soll.

Zu den Kosten für die RKS-Varianten heißt es in Sitzungsvorlage: Die geplanten Gesamtkosten für eine Erweiterung des vorhandenen Feuerwehrgerätehauses mit komplettem Nebenraumprogramm liegen bei 680885 Euro, ein Neubau würde 766024 Euro kosten.

Der Betriebsausschuss und eine zuständige Arbeitsgruppe haben über die Varianten diskutiert und folgenden Vorschlag erarbeitet: Das Stemweder Architekturbüro BIS soll mit der Erweiterung des Gerätehauses und einem Nebenraumprogramm (544660 Euro) beauftragt werden. Hierzu sollen die im Wirtschaftsplan 2015 bereitgestellten Finanzmittel von 277500 Euro in das Wirtschaftsjahr 2016 übertragen und weiterhin 280000 Euro bereitgestellt werden.

Die Maßnahmen sollen laut Vorschlag der Verwaltung möglichst im nächsten Jahr umgesetzt werden, da sich bei einer weiteren Verzögerung Preissteigerungen ergeben könnten.

abo

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