21 Betriebe stellen sich auf der Aubi-Prax an der Stemweder-Berg-Schule vor

Schüler bekommen Infos aus erster Hand

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Dirk Wankelmann (r.), Ausbildungsleiter bei der Volksbank Lübbecker Land, erklärte den Schülern, dass man als Banker kein Mathe-Ass sein muss. Seine Zuhörer interessierten sich vor allem für Bewerbungs-Voraussetzungen und das Berufskolleg.

Wehdem - Von Katharina Schmidt. Statt Mathe, Deutsch und Englisch stand für 105 Neuntklässler der Stemweder-Berg-Schule gestern das Thema „Ausbildung“ auf dem Stundenplan. Vertreter von 21 Betrieben aus der Region präsentierten bei der Aubi-Prax (Ausbildung und Ausbildungsberufe praxisnah vorgestellt) den Schülern mehr als 80 Lehrberufe und erklärten, welche Voraussetzungen „ihre“ Azubis mitbringen müssen.

Die Schüler konnten drei Firmen wählen, über die sie mehr herausfinden wollten. Diese hatten dann 30 bis 45 Minuten Zeit, sich vorzustellen und Einstiegsmöglichkeiten aufzuzeigen. Aufmerksam hörten die Neuntklässler zu und stellten Fragen. Sie interessierten sich unter anderem für Karrieremöglichkeiten, Arbeitszeiten und hakten nach, welche Berufe in Zukunft noch Bestand haben werden. In den Pausen traten einige Schüler näher mit ihrem Wunsch-Arbeitgeber in Kontakt und fragten gleich, wann und wo sie ihre Bewerbung abgeben können.

„Es ist sehr interessant und wurde bislang noch nicht langweilig“, zog Alina Nitschke (15) aus Niedermehnen nach zwei der drei Durchläufen eine positive Zwischenbilanz. Vanessa Jaroschewski (16) und Leonie Dallmann (16) aus Haldem, mit denen sie auf das Informationsgespräch beim Rahdener Physioteam wartete, stimmten ihr zu.

Auch die Vertreter der Betriebe zeigten sich zufrieden. „Das finde ich absolut top, dass man die Chance hat, sich den Schülern vorzustellen und Einblicke in die Berufe geben kann“, sagte Stefan Hartmann, Marktleiter des Edeka-Supermarktes in Levern. Er ist sich sicher, dass Aubi-Prax den ein oder anderem die Berufswahl erleichtere.

„Das hat heute richtig Spaß gemacht“, meinte Markus Meier vom Fahrwerktechnik-Hersteller ZF Lemförder. Die Schüler hätten sich vorbereitet und gute Fragen gestellt. Wie auch bei manch anderem Betrieb berichteten bei ZF die Azubis selber aus ihrem Ausbildungs-Alltag. Hierzu hatten sie Schaltungen und andere Produkte ihres Arbeitgebers mitgebracht.

Laut Dirk Wankelmann, Ausbildungsleiter der Volksbank Lübbecker Land, ist die Aubi-Prax „eine schöne Möglichkeit, Infos aus erster Hand zu bekommen“. In das Programm eingebunden war ein Info-Bus der Metall- und Elektroindustrie. Dort bekamen Interessierte praktische Einblicke in die Arbeit an Maschinen und den Ablauf eine automatisierte Produktionsanlage. Außerdem informierte die Bundeswehr über ihren Wehrdienst.

Horst Hartke, Berufswahlkoordinator der Schule, hatte den Informationstag in Zusammenarbeit mit dem Life House zum 14. Mal auf die Beine gestellt. „Ziel der Veranstaltung ist es, dass die Schüler hiesige Betriebe und ihre Ausbildungsberufe näher kennenlernen und aus erster Hand erfahren, welche Anforderungen an die zukünftigen Auszubildenden gestellt werden“, erklärt er. Es gebe über 300 freie Ausbildungsstellen, weil Betriebe oft keine geeigneten Bewerber fänden. Durch die Aubi-Prax können Schüler laut Hartke herausfinden, ob sie in das Profil einer Firma passen. In vielen der teilnehmenden Betriebe arbeiten ehemalige Schüler der Stemweder-Berg-Schule, erklärte er.

Mit dabei waren Edeka Levern, LSM Light&Sound Machine, Gamma Organisation, OKT, Piper Zeltgestänge, Elektro Witte, Kolbus, Depenbrock Bau, Rahdener Physioteam, ZF, Seniorenhaus Stemweder Berg, Tischlerei Klaus Schäffer, Mühlenkreiskliniken, Schuster, Autohaus Weitkamp, Tielbürger, Kesseböhmer, Hair by Haarlekin, Schulz Gebäudereinigung und die Volksbank.

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