Gut besuchter Weihnachtsmarkt lässt kaum Wünsche offen / Gruppen legen sich ins Zeug

Dielingen hat, was das Herz begehrt

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Blau-gelber Hingucker: Ingrid Gräber, zweite Vorsitzende des TuS Dielingen (r.), hatte eine in der Behindertenwerkstatt Benediktushof Maria Veen hergestellte Leuchtschale mit dem Logo des TuS versehen. Sie und Turnerin Gisela Schwarz verkauften gestern auch Fairtrade-Kaffee.

Dielingen - In Dielingen und Umgebung blieben am ersten Advent offensichtlich viele Küchen kalt. An allen Buden des Weihnachtsmarkes an der St. Marien-Kirche, an denen es Speis und Rank gab, herrschte gestern Andrang. Doch nicht nur zur Nahrungsaufnahme lohnte ein Besuch der kleinen Budenmeile, organisiert von der Dielinger Runde.

Die eingespannten Vereine, Institutionen und Gruppen des Ortes taten viel dafür, um den Besuchern eine gute Zeit zu bescheren. Der Spielmannszug grillte unzählige Bratwürste, die Dielinger Weinfreunde schenkten neben hochprozentigen Heißgetränken auch kinderfreundliche „Kehlenwärmer“ aus und die Schießdamen kredenzten Poffertjes und Punsch. Den Bierdurst löschten Feuerwehrleute, und wer Kuchen suchte, wurde beim Garagen-Stand des Vereins „Raum für Gemeinde“ fündig und konnte dort gleich eines der Heimatbücher vom Stand Wilfried Thünemanns erstehen. „Alles für den guten Zweck“, sagte dieser und pries neben Restexemplaren der Schul- und Kriegschronik auch eine CD zweier befreundeter Musiker für den Erhalt von Dorfkirchen im Kirchenkreis Zerbst (Anhalt) an. Ganz weihnachtlich hatte er auch etwas zu verschenken: Die zehn Jahre alte Chronik des Schützenvereins.

Apropos Geschenke: Präsente für die Lieben ließen sich in Dielingen auch erstehen. Etwa am erstmals aufgebauten Stand der DRK-Kita „Krümelkiste“, an der es neben „Kuchen im Glas“ auch Strickmützen, Weihnachtsdeko und mehr gab – alles hergestellt von Mitarbeiter, Kindergartenkindern oder deren Eltern. Ingrid Gräber und Gisela Schwarz vom TuS Dielingen boten Fairtrade-Kaffee und Leuchtschalen aus Wachs an, darunter auch eine mit TuS-Logo.

Und das Wetter? „Passend“ beschrieb eine Marktbesucherin es treffend. Gut ließ es sich an einem der Feuerkörbe aushalten. Wen es doch fröstelte, der konnte sich in die – nach einem kalten Morgengottesdienst gut aufgeheizte – Kirche zurückziehen. Herzerwärmende Klänge dreier Musikgruppen und buntes Licht schufen dort Raum zum Träumen. Pfarrer Michael Beening führte gewohnt unterhaltsam durch das Weihnachtskonzert.

Weihnachtsmarkt in Dielingen

Den Anfang machte der Spielmannszug Reiningen-Dielingen unter der Leitung von Lothar Frye. Dem Thema von „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ und weiteren weihnachtsnahen Liedern folgend, ließen die Hiller Hornisten ihre Instrumente majestätisch erklingen. Ihr Programm enthielt auch die schönen Volksweisen „Es ist ein Ros‘ entsprungen“ und „Süßer die Glocken nie klingen“. Zu späterer Stunde sollte dann der Musikverein „Altes Amt Lemförde“ auf die Empore des Gotteshauses treten.

Die Besucher – egal ob draußen oder drinnen – schienen zufrieden. „Es ist schön, dass das hier noch so traditionell aufrecht erhalten wird“, sagte Anke Blase über den Markt und schoss ein Erinnerungsfoto. Dem war nichts hinzuzufügen.

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