212 Einsätze im Jahr 2015 – 157 mehr als im Vorjahr

„Beste Wehr in der Region“

Zugführer Uwe Stubbe (Mitte) freut sich, in Harald Heuchel (l.) einen neuen Stellvertreter gefunden zu haben. Heiner Rennegarbe (r.) wurde in der Versammlung von seinem Dienst abberufen.

Levern - „Es ist beeindruckend, wie leistungsfähig die Stemweder Freiwillige Feuerwehr ist“, zollte Bürgermeister Kai Abruszat den hiesigen Kameraden der, seines Erachtens, wohl besten Wehr der Region, Lob und Respekt. Sie würden den Brandschutz und ein hohes Maß an Sicherheit für 14 000 Bürger sicherstellen, sagte der Verwaltungschef im Rahmen des Jahresschlussdienstes in der Leverner Festhalle am Freitag.

Der Bericht über das Einsatzgeschehen im zurückliegenden Jahr, den der Leiter der Wehr, Joachim Lübke, vorlegte, umfasste für die Kameraden 212 Einsätze. Im Vergleich zum Vorjahr 157 mehr, da waren es 55 Einsätze. Allein bei technischer Hilfeleistung hatten die Kameraden ein Plus von 144 Einsätzen zu verbuchen. „Diese Einsatzzahlen waren so hoch wie nie zuvor“, sagte Lübke und rief die anstrengendsten und interessantesten Einsätze, darunter das Hochwasser in Levern, die kurzfristige Hilfe beim Aufbau einer Flüchtlingsunterkunft in Veltheim oder den Verkehrsunfall mit einem Schweinetransporter in Erinnerung.

Insgesamt hätten die 429 Kameraden, davon drei weibliche, rund 5 000 Einsatzstunden im vergangenen Jahr geleistet, die Schadensumme schätze der Wehrführer auf mehr als 1,2 Millionen Euro. Zur Ehrenabteilung zählen 173 Mitglieder, in den beiden Jugendfeuerwehren Haldem-Arrenkamp und Drohne-Dielingen sind 56 Jungen und drei Mädchen, 59 Mitglieder insgesamt. Gerade die Stemweder Jugendfeuerwehr sei so erfolgreich, dass sie Stemwede bundesweit bekannt mache, wertschätzte Lübke deren Engagement.

Der Gemeindejugendfeuerwehrwart Torsten Fischer schloss seinen Bericht über den Feuerwehrnachwuchs an und dankte besonders den Betreuern, die sich ebenso wie die Jugendfeuerwehrmitglieder nicht auf ihren Lorbeeren ausruhten. „Sie sind jedes Jahr wieder neu motiviert, diese Erfolge zu bestätigen“, lobte Fischer (Bericht zur Jugendfeuerwehr folgt).

Verdiente Kameraden freuten sich über ihre Auszeichnungen für 35-jährige und 40-jährige Dienstzeit in der Wehr.

Einen Wechsel in der Führungsetage der Stemweder Feuerwehr gab es im ersten Zug der Löschgruppen Dielingen, Drohne, Haldem und Arrenkamp. Zugführer Uwe Stubbe bekommt in Brandinspektor Harald Heuchel einen neuen Stellvertreter an seine Seite. Aus persönlichen und beruflichen Gründen legte Heiner Rennegarbe den Posten nach vielen engagierten Jahren nieder und wurde in der Versammlung aus seinem Dienst abberufen.

Gemeinsam mit Joachim Lübke zeichnete Kai Abruszat verdiente Feuerwehrleute aus. Das Dienstzeitehrenzeichen in Silber für 25-jährige Dienstzeit erhielten Unterbrandmeister Dennis Henke (Haldem), Unterbrandmeister Heiko Mützel (Haldem), Hauptfeuerwehrmann Bernd Kreienbrock (Sundern), Gemeindebrandinspektor Matthias Maler (Twiehausen), Unterbrandmeister Christian Nobbe (Twiehausen), Hauptfeuerwehrmann Eckhard Thiesing (Wehdem), Unterbrandmeister Ingo Holle (Oppenwehe) und Unterbrandmeister Christian Rosenbohm aus Oppenwehe.

Joachim Lübke (2.v.l.) und Kai Abruszat (6.v.l.) überreichten den verdienten Kameraden die Dienstzeitehrenzeichen. Es gratulierte auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Thomas Podschadly (l.). - Fotos: Mühlke

Mit dem Dienstzeitehrenzeichen in Gold für 35-jährige Dienstzeit wurden ausgezeichnet: Unterbrandmeister Dirk Fartelj (Drohne), Unterbrandmeister Uwe Kröger (Drohne), Hauptfeuerwehrmann Harald Lehde (Niedermehnen), Hauptbrandmeister Uwe Hahler (Destel), Hauptfeuerwehrmann Karl Wilhelm Krohn (Destel), Unterbrandmeister Karl-Friedrich Langelahn (Destel), Unterbrandmeister Diethelm Pollert (Destel) und Hauptfeuerwehrmann Delmar Brinkmann aus Wehdem.

Für 40-jährige Dienstzeit erhielt Rolf Fortmann aus Drohne erstmals die Sonderauszeichnung des Verbandes der Feuerwehren in NRW in Silber. Diese Auszeichnung wurde neu eingeführt. - hm

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