Bauamt schlägt Ausweisung eines neuen Wohngebiets vor / Kosten berechnen

Dielingen ist sehr begehrt

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In Dielingen reichen die Bauplätze nicht mehr aus.

Dielingen - Von Anika Bokelmann. Dielingen wächst: Nördlich des Stemshorner Wegs soll ein Wohnbaugebiet ausgewiesen werden. Da es in den vergangenen Jahren „rege Bautätigkeiten gab“, so Cord Hegerfeld am Dienstagabend in der Bauausschusssitzung in Levern, und das im Jahr 2003 ausgewiesene Baugebiet in der Koppel vollständig in Anspruch genommen werde, schlägt das Bauamt eine Erweiterung des Baugebiets am Stemshorner Weg vor.

Bis vor wenigen Jahren habe es noch Baulücken in Dielingen gegeben, berichtete Hegerfeld den Ausschussmitgliedern. Beispielhaft nannte er Grundstücke der Kirchengemeinde im Bereich der Straßen Stiller Winkel/Am Klei. Diese seien inzwischen verkauft und größtenteils auch schon bebaut, in einigen Fällen lägen die Pläne für Wohnhäuser vor.

Andere freie Flächen seien für die Bewerber potenzieller Grundstücke nicht attraktiv genug, sagte Hegerfeld. Insbesondere an der Bahnstrecke gelegene Bauflächen würden künftige Dielinger nicht besonders ansprechen. Ferner befänden sich weitere freie Kapazitäten in Privatbesitz und kämen für die Betrachtungen nicht infrage. „Im Hauptbereich ist nichts mehr verfügbar“, so Hegerfelds Fazit.

Da für das Baugebiet Stemshorner Weg am östlichen Ortseingang von Dielingen bereits eine entsprechende Verkehrsführung planerisch vorbereitet wurde, sieht die Verwaltung dort ein gutes Angebot. Auf einer Fläche von etwa 1,3 Hektar könnten 15 neue Grundstücke ausgewiesen werden, heißt es in der Vorlage des Bauamts.

Neben der Aufstellung des Bebauungsplanes muss sich die Behörde noch darum kümmern, dass der Flächennutzungsplan geändert wird, da der ausgewiesene Bereich darin bislang als landwirtschaftliche Nutzfläche gekennzeichnet ist.

Darüber hinaus fordert die Bezirksregierung in Detmold aufgrund des Überhangs ungenutzter Bauflächen in allen Ortschaften der Gemeinde sogenannte Kompensationsflächen, informierte Cord Hegerfeld. Dafür würde sich ihm zufolge ein etwa 2,5 Hektar großer Bereich in Haldem, nördlich der Siedlung Schmiedekamp, anbieten. „In Haldem sind in anderen Baugebieten wie der Hülsenburg noch eine ganze Reihe Baugrundstücke frei“, erklärte Hegerfeld, dass aus Sicht der Verwaltung nichts gegen die Rücknahme im Nachbarort spreche.

„Die Bewerber sind auf Dielingen fixiert, weil sie dort Verwandtschaft haben“, antwortete Hegerfeld auf die Nachfrage, warum nicht gleich in anderen Ortschaften gebaut werde. „Das ist doch toll, dass Dielingen attraktiv ist und die Leute hierher ziehen“, freute sich Wilhelm Riesmeier (SPD). Das würde für Stemwede auch mehr Steuereinnahmen bedeuten. Andreas Weingärtner (CDU) sieht zudem einen Vorteil für die Kindergärten und Schulen, die durch die Zuzüge besser ausgelastet werden.

Über eine spätere Ausweitung des Betriebs Schmudde machte sich die FWG-Fraktion Sorgen. „Wenn ein Wohngebiet entsteht, kann da nichts mehr passieren“, lautete die Befürchtung. „Das werden wir vorab klären“, versicherte Bürgermeister Gerd Rybak.

Die Mitglieder des Bauausschusses sprachen sich einstimmig dafür aus, die Neuausweisung mit dem Flächennutzungsplan sowie die Kompensationsfläche in Haldem mit den Zielen der Raumordnung und Landesplanung abzustimmen. Weiterhin sollen die Mitarbeiter des Bauamts sich um einen Planentwurf einschließlich Begründung und Umweltbericht sowie eine erste Kostenberechnung kümmern. Schließlich müsse geklärt werden, was ein Grundstück in Dielingen später kosten werde.

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