Barbara Salesch stellt ihr Buch „Ich liebe die Anfänge“ im Oppenweher Gemeindehaus vor

Richterin mit Lebenslust

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Barbara Salesch liest aus ihrem Buch „Ich liebe die Anfänge – von der Lust auf Veränderungen“ im Oppenweher Gemeindehaus.

Oppenwehe - Von Heidrun Mühlke. „Ich liebe die Anfänge“, so heißt das Buch von Barbara Salesch, das sie am Mittwochnachmittag im Oppenweher Gemeindehaus vorstellte. Die Frauengemeinschaft hatte die ehemalige Fernsehrichterin eingeladen, um aus ihrem Buch zu lesen.

Und da ließ Salesch sich nicht zwei Mal bitten. „Ich liebe solche Nachmittage“, gestand sie, und das taten auch die gut 80 Zuhörerinnen, die erwartungsfroh an ihren Lippen hingen. „Mein Buch richtet sich in erster Linie an Frauen“, sagt Salesch und fügt keck hinzu: „Aber Männern schadet es auch nicht, wenn sie es lesen.“

Sie sei in ihrem Leben dort angekommen, wo sie nur macht, was ihr Spaß mache, sagt sie. Vor einiger Zeit habe sie in der Nähe von Petershagen einen Bauernhof gekauft, den renoviert und würde dort ihrem Hobby der Malerei und Holzschnitzerei nachgehen. Dort gibt sie auch Malkurse für Kinder aus der Umgebung. „Ich will mit meinem Busch anderen Frauen Mut zusprechen, sich auf Veränderungen einzulassen. Dafür muss man den ersten Schritt selber tun“, sagt die sympathische 64-Jährige.

Das Buch mit dem Untertitel „Von der Lust auf Veränderungen“ ist viel mehr als nur eine Biografie. „Es ist ein gutes Stück Frauenpolitik“, sagt Salesch. Die Biografie sei lediglich der Aufhänger und ziehe sich wie ein roter Faden durch die launige Lektüre.

Mit reichlich Heiterkeit und Lebenslust ließ sie das Publikum teilhaben an ihrer Kindheit, der Zeit als Juristin sowie Richterin am Hamburger Gericht und natürlich an ihrer Fernsehkarriere als „Richterin Barbara Salesch“. Zwölf Jahre lang bestimmte sie mit der Serie täglich das Nachmittagsprogramm. Es gibt wohl kaum jemanden, der niemals eine der rund 2400 Folgen im Fernsehen verfolgt hat. „Die Serie musste rechtlich korrekt und gleichermaßen unterhaltsam sein. Manches Mal ein ganz schöner Spagat“, gesteht sie. Viel Spaß hatte ihr die Zeit der Dreharbeiten bereitet, als sie mit Richterrobe und –hammer hinter ihrem Pult saß. Für Frauen ab Kleidergröße 38 empfiehlt sie im Fernsehen sowieso „Robenrollen“, das sehe einfach vorteilhafter aus, schmunzelt Salesch.

Viel zu schmunzeln hatten auch die Zuhörerinnen und lobten von allen Seiten Martha Spreen, die als Vorsitzende der Frauengemeinschaft die Idee hatte, Barbara Salesch einzuladen.

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