Ausschuss votiert gegen frühzeitigen Abriss der Drohner Querung

Bahnbrücke bleibt, so lange es geht

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So lange es ihre Standsicherheit erlaubt, soll die Drohner Bahnbrücke „In den Wiesen“ nicht abgerissen werden.

Drohne - Die Bahnbrücke „In den Wiesen“ in Drohne bekommt ihre Galgenfrist. Der Betriebsausschuss für den Wirtschaftsbetrieb Gemeinde Stemwede und das Wasserwerk votierte gestern Abend bei zwei Gegenstimmen aus den Reihen der Grünen und der FWG dafür, die Bahnbrücke so lange zu erhalten, wie es die Standsicherheit erlaubt. Der Ausschuss bekräftigte damit einen entsprechenden Beschluss vom März vergangenen Jahres.

Angesichts leerer Kassen hatte die Verwaltung darauf hingewiesen, dass im Zuge der für 2017 geplanten Erneuerung der Bahnbrücke „Im Ort“ zeitgleich auch die zweite Drohner Brücke abgerissen werden könnte, um Kosten zu sparen. Sie hatte zugleich aber auch darauf hingewiesen, dass die Drohner in diesem Fall während des Abrisses und des Neubaus der Brücke „Im Ort“ erhebliche Umwege in Kauf nehmen müssten.

Die Höhe der Einsparungen konnte Bauhofleiter Andre Köster auf Nachfrage der FWG nicht näher beziffern – abgesehen von den 10000 Euro, die derzeit jährlich für die Sonderprüfung der maroden Brücke anfallen. Weitere Einsparungen hängen maßgeblich vom Ergebnis der Ausschreibung ab. Auch zu einer groben Schätzung, wie viele „Punkte bei der Grundsteuer B“ die Einsparung ausmachen würde, wollte sich Köster auf Nachfrage Jürgen Lückermanns (FWG) nicht hinreißen lassen.

SPD und CDU ließen sich von der Sparmöglichkeit nicht locken. Bei gleichzeitigem Abriss hätten die Drohner sicher ein Jahr lang keine Brücke in ihrem Ort. „Das ist nicht zumutbar“, argumentierte Wilhelm Riesmeier (SPD). Auch Monika Lösche (CDU) möchte lieber auf die Einsparung in ungewisser Höhe verzichten, statt die Zusage aus dem März 2014 zurückzunehmen. Sie bat zudem darum, die Drohner zeitnah über den Planungsstand zu informieren. Das sei in der Mai-Sitzung geplant, erklärte Köster.

Friedrich Lange (FDP) schlug vor, nach einem Abriss von „In den Wiesen“ dort wenigsten eine kleine Brücke für Radfahrer und Fußgänger zu bauen. „Damit ist den Drohnern nicht geholfen“, glaubt Ausschussvorsitzender Andreas Weingärtner. „Die wollen da mit ihren Autos und landwirtschaftlichen Geräten drüber fahren.“ Er schlug vor, diese und weitere Ideen zurückzustellen und, wenn ein Abriss der Brücke ansteht, erneut in die Planung einzusteigen.

Sebastian Allhorn (Grüne) bat darum, dass die Verwaltung die Verkehrssituation an der Brücke „Im Ort“ angeht. Im Bereich der T-Kreuzung sei es sehr eng und unübersichtlich. Andre Köster sieht dort zwar keine Probleme, will sich aber vor Ort die Bedenken der Drohner erläutern lassen.

mer

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