Aufruf zu sparsamen Verbrauch bei Hitze

Wasserwerke sind vorbereitet

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Der Hochbehälter des Wasserwerks der Gemeinde Stemwede in Arrenkamp fasst 1800 Kubikmeter und wird von den beiden Werken aus Dielingen und Destel gespeist.

Stemwede/Rahden - Von Anika Bokelmann. Der Sommer ist zurück. Auch für Stemwede und Rahden sehen die Wetterprognosen für die letzte Woche der Sommerferien gut aus und bieten Grund zur Freude. Doch mit steigenden Temperaturen erhöht sich auch der Wasserverbrauch – sowohl als Getränk als auch zum Gießen benötigen die Bürger wieder viel Flüssigkeit. Die Vertreter der Wasserwerke der Stadt Rahden und der Gemeinde Stemwede erinnern daher vorbeugend an einen maßvollen Verbrauch.

„Wasser ist ein wichtiges Lebensmittel und steht nicht endlos zu Verfügung. Die Leitungen sollten daher nicht zu lange einfach aufgedreht und Wasser laufen gelassen werden“, erklärt auf Nachfrage Ulrich Hüffmann. Er ist bei der Gemeinde Stemwede für die Wasserversorgung zuständig. Dort werden rund 4000 Haushalte über das 390 Kilometer lange Wasserversorgungsnetz von den Wasserwerken in Destel und Dielingen versorgt. Gemeinsam fördern die Wasserwerke jährlich bis zu 865000 Kubikmeter Wasser.

Hüffmann sieht bei der angekündigten Hitzewelle weniger Probleme auf die Wasserwerke zukommen als vor einigen Wochen. „Wir haben die Sanierungen am Hochbehälter in Arrenkamp beendet“, sagt Hüffmann. Durch die Arbeiten habe dieser Behälter für eine Weile nur zu 50 Prozent genutzt werden können, erinnert der Verwaltungsangestellte. „Jetzt stehen aber wieder die vollen 1800 Kubikmeter Volumen zur Verfügung“, sagt er. Der Hochbehälter in Arrenkamp wird von den beiden Wasserwerken in Dielingen und Destel gefüllt.

Einen weiteren Behälter gibt es in Haldem an der Wilhelmshöhe. Dort reiche der Druck der normalen Leitungen aufgrund des Höhenanstiegs nicht aus, berichtet Hüffmann.

Das Stadtgebiet Rahden sowie die dazugehörigen Ortschaften werden alle vom Wasserwerk in Wehe versorgt. Bis zu 3,5 Millionen Liter Wasser stellt der Eigenbetrieb der Stadt täglich für die 4474 Hausanschlüsse und die Industriebetriebe zur Verfügung. Über die Zahlen und Arbeitsweise des Rahdener Wasserwerks weiß Ludger Ellers als Betriebsleiter Bescheid. „Grundwasser gibt es genug“, erklärt er, „wir bekommen allerdings Probleme mit der Aufbereitung, wenn die Abnahme zu groß wird“. Normalerweise würden die sechs Behälter in Wehe nachts wieder aufgefüllt. „Wenn die Bewohner aber die ganze Nacht den Rasensprenger laufen lassen, ist das nicht mehr möglich“, so Ellers.

Das gleiche Problem beschreibt auch Ulrich Hüffmann. Hinzu kommen ihm zufolge weitere große Wassermassen für Gartenpools. In Stemwede erreichen die Filter des Wasserwerkes bei 3500 Kubikmetern ihre Belastungsgrenzen, das kostbare Element kann dann nicht schnell genug wieder aufbereitet werden, auch wenn es vorhanden ist. Bei der Hitzeperiode im Juni sei Oppenwehe drei Stunden lang ohne Wasserversorgung gewesen, erinnert sich Hüffmann.

„Wenn die Behälter bis auf den letzten Tropfen geleert werden, können Lufteinschlüsse in den Leitungen entstehen“, führt Ludger Ellers aus, was bei zu großem Wasserverbrauch passieren könnte. Dann komme es zu Verwirbelungen und Unregelmäßigkeiten bei der Wasserversorgung. Daher sollte auch bei großer Hitze darauf geachtet werden, nicht zu viel Wasser zu verbrauchen, mahnt Ellers.

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