1 150 Feuerwehrmänner und -frauen beweisen Können beim Leistungsnachweis

Auch bei Trockenübungen muss jeder Handgriff sitzen

Damit auch im Ernstfall jeder Handgriff sitzt, simulierten die Feuerwehrmitglieder beim Leistungsnachweis in Hille Situationen des Feuerwehralltags. - Fotos: Fischer

Minden-Lübbecke - Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren des Kreises Minden-Lübbecke müssen im Ernstfall immer wieder ihre Einsatzfähigkeit unter Beweis stellen. Hierfür ist eine gute Ausbildung erforderlich. Um die Sicherheit bei der Handhabung der Geräte zu fördern, feuerwehrtechnisches Wissen zu vertiefen und die körperliche Leistungsfähigkeit zu festigen, veranstaltet der Kreisfeuerwehrverband jährlich einen Leistungsnachweis an der Verbundschule in Hille. Rund 1.150 Feuerwehrmitglieder hatten sich am Sonnabend wieder auf den Weg dorthin gemacht.

Aus allen Teilen des Mühlenkreises rückten die Wehrmitglieder mit einem Großaufgebot an Löschfahrzeugen an. Für die insgesamt 130 Gruppen beziehungsweise Staffeln hieß es unter den wachsamen Augen der Schiedsrichter, sich beim Löschangriff, dem Anlegen der Knoten und Stiche, dem Beantworten von Fragen und im sportlichen Teil zu bewähren. Zur Beurteilung der Leistungen standen im Laufe des Tages 100 Schiedsrichter zur Verfügung.

Schon mehrere Wochen vor der Veranstaltung hatten sich die einzelnen Feuerwehren an ihren Standorten bei den Übungsdiensten auf die Abnahme vorbereitet. Für viele Teilnehmer ist es schon Routine, weil sie auf zahlreiche Leistungsnachweise zurückblicken. Aber viele junge Kameraden haben bei den Übungen mit Nervosität und Lampenfieber zu kämpfen. Alte Kameraden unterstützen daher die Neulinge und geben ihre Erfahrung weiter. Somit trägt die Veranstaltung in Hille auch dazu bei, den Kameradschaftsgeist zu stärken und die Gemeinschaft zu fördern.

Kreisbrandmeister Michael Schäfer sowie seine beiden Stellvertreter Thomas Podschadly und Gerhard Lohmeier freuen sich, dass der Leistungsnachweis zu einem festen Termin im Kalender der Feuerwehren des Kreises Minden-Lübbecke geworden ist. Sie waren mit dem Verlauf der Veranstaltung sowie den Leistungen der Gruppen sehr zufrieden.

Beim Staffellauf waren Teamgeist und Schnelligkeit gefragt.

Bei herrlichem Wetter hieß es beim Löschangriff „Wasser marsch“ für die verlegten C-Rohre. Doch die Teilnehmer mussten in diesem Jahr ohne die nasse Abkühlung auskommen. Wie schon im Jahr 2005 galt es nur, eine simulierte Trockenübung zu absolvieren. Beim 39. Leistungsnachweis mussten von den Gruppen zwei C-Rohre beziehungsweise von den Staffeln ein C-Rohr und eine vierteilige Steckleiter vorgenommen und eine Absicherung der Einsatzstelle durchgeführt werden. Der Unterflurhydrant als Wasserentnahmestelle wurde ebenfalls nur mit einer Attrappe dargestellt. Doch auch bei der Trockenübung mussten alle Handgriffe sitzen und insbesondere die Befehle und Aufträge richtig wiedergegeben werden.

Geschick war beim Anlegen der Knoten und Stiche am Knotengestell gefragt. Ein Pfahlstich, ein Schotenstich ohne Aufziehschlaufe und ein doppelter Ankerstich mussten innerhalb von drei Minuten fachgerecht ausgeführt werden.

Beim sportlichen Teil gaben die Läufer beim Staffellauf nach jeweils 50 Metern ein Strahlrohr weiter. Die Zeitvorgabe von zwei Minuten durften die Gruppen dabei nicht überschreiten. Bei der letzten Station galt es, Fragen richtig zu beantworten.

Nach Auswertung der Ergebnisse erhalten die teilnehmenden Gruppen bei den Jahreshauptversammlungen eine Gruppenurkunde und die Leistungsabzeichen. Für die erste Teilnahme gibt es das Abzeichen in Bronze, für die dritte das Abzeichen in Silber und für die fünfte das Abzeichen in Gold. Danach gibt es jeweils in Fünferschritten die goldenen Abzeichen der Sonderstufen mit blauem, rotem und grünem Hintergrund. Ab der 25. Teilnahme wird das goldene Abzeichen mit Jahreszahl vergeben.

Einige wenige Kameraden können im Kreis sogar schon auf 35 Teilnahmen beim Leistungsnachweis zurückblicken.

tf

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