Musikschüler spielen in der Begegnungsstätte und stimmen ihr Publikum auf den Frühling ein

Applaus ist der größte Lohn

Rund 30 Mädchen und Jungen zeigten ihr musikalisches Können beim Konzert des Musikschulverbands. - Fotos: Mühlke

Wehdem - Früh übt sich, wer ein Meister werden will: Adrett gekleidet, galante Verbeugung – dann ging es ans Instrument. Und kaum war der erste Ton gespielt, schien das Lampenfieber verflogen. Zum Vorspiel hatten die Schüler des Musikschulverbands Espelkamp-Rahden-Stemwede in die Wehdemer Begegnungsstätte eingeladen.

Erwartungsfroh waren Angehörige, Freunde und Bekannte der Einladung gefolgt und lauschten dem musikalischen Spiel unter dem Motto „In den Frühling“. Zumeist traten die Musikschüler solo auf, aber auch als Duo, im Blockflötenensemble oder als Streichergruppe bewiesen sie ihr Geschick.

Erst sechs Jahre alt und somit eines der „Küken“ unter den Musikschülern, dabei aber schon richtig professionell, kam Sophia Löwen auf die Bühne, verbeugte sich vornehm und nahm auf dem Klavierhocker Platz. Konzentriert schlug die junge Musikerin die Tasten an, dass es eine Freude war, ihr dabei zuzusehen. Der Walzer, den sie den Zuhörern vorspielte, brachte ihr dann viel wohlverdienten Beifall ein.

Sowieso war der Applaus der größte Lohn für die vielen Übungsstunden. Mit einem Strahlen im Gesicht und dankender Geste ging es nach dem kurzen Auftritt wieder zurück in die Obhut der stolzen Eltern oder Großeltern.

Insgesamt waren rund 30 Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis 16 Jahren beim Vorspiel dabei, um musikalisch auf den Frühling einzustimmen. Deutlich zu erkennen waren bei der Veranstaltung die verschiedenen Stufen des musischen Könnens: Der Fortschritt in der Ausbildung beim Musikschulverband war klar zu hören.

Musikschulleiter Willi Hartmann mit seinem Team, den Musiklehrerinnen Nelly Franz, Nicole Hüsemann und Elisabeth Ziesmann, sowie die Musikschüler hatten ein kurzweiliges Programm verschiedenster Kompositionen zusammengestellt. Klänge aus unterschiedlichen Jahrhunderten, alte Volksweisen, klassische und moderne Stücke mit lauten und leisen Tönen hatten sie gekonnt zu einem kleinen Konzert zusammengefügt.

Einen harmonischen Klangteppich breiteten sowohl das Blockflötenensemble als auch die Stemweder Streichergruppe aus. Die neunjährige Jana Wietelmann sorgte mit einer besonderen Darbietung, einem Klavierspiel mit gleichzeitigem Gesang des Lieds „Hey, Pippi Langstrumpf“, für offene Ohren und Begeisterung bei den Zuhörern.

Flüssig war auch das Spiel der „alten Hasen“. Der 14-jährige Lukas Koop beispielsweise beherrscht sein Saxophon bereits recht gut und stellte mit „Hatikvah“, der Nationalhymne Israels, eindrucksvoll unter Beweis, dass sich die dreijährige Übungszeit für ihn und gleichermaßen die Zuhörer gelohnt hatte.

Ob Konzert oder eher Leistungsschau, was zählt ist der Unterhaltungswert, ein begeistertes Publikum und zufriedene Schüler, die ein recht beeindruckendes Ergebnis ablieferten. Vor allem, wenn man bedenkt, dass manch einer noch vor wenigen Monaten keinen einzigen Ton spielen konnte.

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