Anonyme Umfragebögen / Montag Infoabend

Gibt es Bedarf für die Gesamtschule?

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Mediengruppe Kreiszeitung

Stemwede - Eltern und Lehrer stehen in Stemwede vor einem Umbruch – und fühlen sich bezüglich der Pläne für eine Gesamtschule überrumpelt. Wenn heute Abend ab 19.30 Uhr Eltern der Stemweder Schüler in der Begegnungsstätte in Wehdem zum Informationsabend zusammenkommen, wollen sie mit der Verwaltung das Thema Gesamtschule ausführlich diskutieren.

Holger Heidmeyer, Vorsitzender der Schulpflegeschaft, hat ein Schreiben an Bürgermeister Gerd Rybak und Schulamtsleiter Jörg Bartel gerichtet, in dem er darauf aufmerksam macht, dass auch die Eltern der Grundschulkinder zum Infoabend eingeladen werden sollten. „Denn nur miteinander kann eine lebhafte Gesamtschule entstehen“, heißt es in dem Schreiben an die Gemeindeverwaltung, das den Informationsbedarf verdeutlicht.

Die Eltern hoffen, heute Abend Antworten zu bekommen, um nicht länger im Ungewissen zu bleiben. Die Fragen haben sie bereits schriftlich an die Verantwortlichen geschickt. Demnach soll es unter anderem um die Bildungsgänge, Fachleistung-Differenzierungen und die Vorteile einer Gesamtschule gehen. Genaue Zahlen wünschen sich die Eltern auch zum Thema Personal: „Inwiefern besteht für die Lehrer die Möglichkeit einer Neuanstellung? Bitte Anzahl- und Prozentangaben“, fordert die Schulpflegschaft.

Darüber hinaus haben die Verantwortlichen einen Fragebogen zusammengestellt, den Eltern der zweiten und dritten Klassen ausfüllen sollen. Die Umfrage soll die Gemeinde dazu nutzen, den Bedarf an der geplanten Weiterentwicklung der Schullandschaft zu ermitteln. „Der ausgefüllte anonyme Elternfragebogen könnte bis zur Ausgabe der Schulzeugnisse wieder abgegeben oder direkt bei der Gemeindeverwaltung bis 30. Juni eingereicht werden. Somit hätten Sie über die Sommerferien genügend Zeit, diese Bedarfsermittlung auszuwerten“, schlägt Heidmeyer Schulamtsleiter Bartel in seinem Schreiben vor. Das Ergebnis der Befragung könne dann öffentlich im Schulausschuss vorgestellt werden.

Auch über den künftigen Träger INI wünschen sich die Eltern Informationen – „wenn möglich in schriftlicher Form“, so Heidmeyer. Ausschließlich das pädagogische Konzept der INI-Gesamtschule Bad Sassendorf sowie die Planungen für die Stemweder Gesamtschule sollten im Vordergrund stehen, unterstreicht der Schulpflegschaftsvorsitzende. Mit den „vielseitigen Aktivitäten des gemeinnützigen Vereins“ könne man sich später befassen.

Vor allem soll geklärt werden, „was passiert, wenn der freie Träger insolvent wird oder uns nicht mehr zur Seite stehen möchte“, werden die Bedenken der Eltern in dem Schreiben deutlich.

Als Reaktion auf die Unterlagen hat Schulamtsleiter Jörg Bartel Holger Heidmeyer mitgeteilt, dass er sich „zeitnah“ damit beschäftigen werde.

abo

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