Verwaltung arbeitet am Entwicklungskonzept

Angebot der Sportstätten erhalten und ausbauen

Freie Zeiten, wie hier auf dem Sportplatz in Wehdem, sollen am besten vermieden werden. Die Verwaltung arbeitet an einem Sportstättenentwicklungskonzept. -  Foto: Bokelmann

Stemwede -  Antje Pieper von der Gemeindeverwaltung Stemwede beschäftigt sich derzeit intensiv mit den Sportstätten der Flächengemeinde. Sie kommt damit einem Arbeitsauftrag des Bildungsausschusses vom Sommer vergangenen Jahres nach, mit dem die Mitglieder ein sogenanntes Sportstättenentwicklungskonzept gefordert hatten.

„Nach Möglichkeit wollen wir mit einer ersten Bestandsaufnahme eine vollständige Sportlandschaft abbilden“, so Pieper. Die Erhebung wird sich dabei auf mehrere Schritte verteilen: So sollen zunächst alle Vereine und Nutzer der Sporthallen sowie Plätze schriftlich über die Aktion informiert werden. Der Gemeindesportverband sei bereits mit im Boot und habe seine Unterstützung zugesagt. Im März könne die Bestandserhebung losgehen, rechnet Pieper.

Anschließend wird die Gemeindeverwaltung für alle zu berücksichtigenden Objekte – laut Pieper dürften das mindestens zehn Sportplätze und acht Sporthallen sowie eventuell noch Vereinsheime und Schießstände der Schützenvereine sein – die Grunddaten abfragen. Dazu gehören dem Projektplan zufolge unter anderem Angaben zum Baujahr, Zustand, Lage sowie Ausstattung und Nutzungsmöglichkeiten.

Insbesondere sollen mit dem Konzept die Auslastungen erodiert werden, „um die Zeitfenster in den Hallen zu optimieren“. Dazu seien auch die Hallennutzungspläne erforderlich – Antje Pieper appelliert dabei an die Ehrlichkeit der Vereinsvertreter: „Wir sind auf verlässliche Zahlen angewiesen, um ein aussagekräftiges Konzept zu entwickeln.“ Während die Verwaltungsmitarbeiterin voller Elan an die Sache herangeht, stellte sich für Ralf Nünke (FDP) vom FC Oppenwehe eher die Frage des Sinn und Zwecks der Aktion. Er verwies auf die „gute Eigeninitiative“ der Stemweder Vereine, die sicher wüssten, wie sie die Hallen am besten nutzen könnten. „Es handelt sich um einen ergebnisoffenen Prozess“, so Pieper .

Das weitere Verfahren mit den erhobenenen Daten werde Ende des Jahres mit dem entsprechenden Fachausschuss abgestimmt, so Pieper weiter. „Bei Einsatz begrenzter Ressourcen ist unser Ziel, den ambitionierten Zeitplan einzuhalten“, informierte die zuständige Sachbearbeiterin jetzt bei der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bildung, Generationen und Zentrale Dienste im Life House.

Brigitte Bollmeier vom Gemeindesportverband machte dabei deutlich, dass der Verband nur unter einer Voraussetzung seine Mithilfe zugesagt habe: „Es kann nicht das Ziel einer solchen Abfrage sein, dass am Schluss Hallen geschlossen werden.“ Vielmehr wolle man die bestehenden Angebote erhalten und ausbauen, damit die Anlagen so lange wie möglich erhalten werden könnten.

In diesem Zusammenhang erinnerte Jörg Bartel als Fachbereichsleiter Schule und Bildung an die Ende Januar beschlossenen Konsolidierungsmaßnahmen für die Gemeinde Stemwede. „Der Rat hat dabei beschlossen, dass alle Hallen auch bei nötigen Sparmaßnahmen erhalten bleiben sollen“, zitierte er aus dem Beschluss. -  abo

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