Acht Atemschutzgeräteträger bestehen ihre Prüfung in Theorie und Praxis

Feuerwehrmitglieder legen Grundstein für den Ernstfall

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Die Teilnehmer helfen sich untereinander, die Geräte und Schutzkleidung richtig anzulegen.

Haldem - Der Atemschutzgeräteträgerlehrgang ist einer der wichtigsten feuerwehrtechnischen Lehrgänge und nimmt in der Ausbildung einen besonderen Stellenwert ein. Dabei werden die Grundlagen für den späteren Erfolg im Löscheinsatz geschaffen. Acht Mitglieder aus den Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehren Stemwede, Rahden, Hille und Espelkamp haben kürzlich ihre Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger erfolgreich abgeschlossen.

Im vielfältigen Einsatzbereich der Feuerwehr sind Atemschutzgeräte nicht mehr wegzudenken. Bei jedem Brand- und Gefahrguteinsatz sind Atemgifte oder ein Sauerstoffmangel vorhanden, die für die Einsatzkräfte lebensgefährlich werden können.

Gemeindebrandinspektor Uwe Stubbe und sein Team vermittelten den Feuerwehrmännern Maik Hahler, Simon Arning (Löschgruppe Destel), Kilian Hafer (LG Levern), Christian Kleine, Sascha Loheide (LG Fabbenstedt), Finn Hespos (LG Hille) und Nicole Berg sowie Jannika Mittag (LG Rahden) den richtigen Umgang mit den Geräten und das Verständnis für die Anwendung. Neben der theoretischen Unterweisung gaben die Ausbilder Jörn Stubbe, Harald Heuchel, Christian Funke, Hans Lindemann und Jochen Hohlt bei den praktischen Übungen ihr Fachwissen weiter, um die Teilnehmer gezielt auf den zukünftigen Ernstfall vorzubereiten.

Beim theoretischen Unterricht im Feuerwehrgerätehaus gingen die Ausbilder auf die Bedeutung des Atemschutzes, Atmung und Atemgifte, die Feuerwehrdienstvorschrift und weitere Themen ein. Ungefähr zwei Drittel des Lehrganges machte die praktische Ausbildung aus. Mit den Teilnehmern wurde das Tragen der Pressluftatmer, eine Gewöhnungsübung mit Maske und Filter, die Einteilung der Atemschutzgeräte, das korrekte Anlegen der Pressluftatmer mit der Hupf-Kleidung und die Einsatzkurzprüfung ausführlich geübt.

Erfahrungen mit richtigem Feuer und der damit verbundenen Belastung machten die Teilnehmer bei der Heißausbildung auf dem Betriebsgelände der Firma Heinz Meyer in Rehden. In einem gasbefeuerten Brand-Simulationscontainer wurden die acht jungen Feuerwehrkräfte an die mögliche Hitzeentwicklung bei der Innenbrandbekämpfung gewöhnt. Die zukünftigen Atemschutzgeräteträger lernten, mit der bei einem Brand entstehenden Hitze umzugehen und sich richtig fortzubewegen.

Neben der Heißausbildung in Rehden hatten die Lehrgangsteilnehmer weitere praktische Übungen bei den Firmen ZF Friedrichshafen in Dielingen und BASF in Lemförde sowie Stationen auf dem Gelände der Zentralen Kläranlage der Gemeinde Stemwede in Wehdem zu absolvieren. Die körperliche, aber auch psychische Belastung war für die Lehrgangsteilnehmer nicht unerheblich.

Ihre Fähigkeiten mussten die Teilnehmer bei der praktischen Prüfung in der Atemschutzstrecke in Lübbecke unter Beweis stellen. Auch nach dem Lehrgang müssen alle Einsatzkräfte mindestens einmal im Jahr ihre Atemschutztauglichkeit auf der Übungsstrecke in Lübbecke nachweisen. Am Ende der Ausbildung freute sich Lehrgangsleiter Uwe Stubbe, dass alle acht Kameraden die Prüfungen erfolgreich abschlossen.

tf

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