Fahrzeugbestand auf gutem Niveau

Abruszat sucht mit Feuerwehr nach einer Gesamtlösung

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Wenn die Löschgruppen Wehdem und Westrup zusammenarbeiten, wird das Wehdemer Gerätehaus nicht mehr gebraucht.

Stemwede - Um den effektiven Brandschutz sicherzustellen, will die Gemeinde der Feuerwehr optimale Arbeitsbedingungen bieten. Kai Abruszat kann sich in diesem Zusammenhang vorstellen, dass neben den angedachten Fusionen weitere Löschgruppen im südlichen Gemeindegebiet zusammengelegt werden könnten. Dabei will der Bürgermeister „der Feuerwehr keinen Plan überstülpen“, machte er gestern deutlich, als er über den Arbeitsentwurf des Brandschutzbedarfsplans informierte.

„Eine Kultur des Ermöglichens, nicht des Diktierens“ möchte Abruszat und nach diesem Motto mit den Feuerwehrmitgliedern und deren Führung zu einer Lösung kommen. Der Brandschutzbedarfsplan, den der Bürgermeister als zentrales Steuerungselement in der Gemeindeentwicklung sieht, müsse von allen getragen werden.

„Wir diskutieren insbesondere auch die Standorte von Feuerwehrgerätehäusern immer mit Blick auf die Gesamtgemeinde“, so Abruszat, für den der Erhalt und die Förderung des Ehrenamtes von großer Bedeutung ist. Bei den Baumaßnahmen, über die noch abschließend zu entscheiden ist, wünscht sich der Verwaltungschef eine „große Lösung“: Es soll nicht jedes Gebäude einzeln betrachtet, sondern eine Untersuchung vorgenommen werden, um mehrere Projekte in kurzer Zeit zu steuern.

Dazu erläuterte Abruszat, dass er auf wirtschaftliche Synergieeffekte setze, denn „Investitionen in die Feuerwehr werden in den nächsten Jahren ein Schwerpunkt“. Eine „wirtschaftlich vernünftige Abstimmung“ möchte Abruszat auch mit Blick auf den Rettungsdienst. Die Frage eines Rettungswagen-Standortes in Stemwede sollte ihm zufolge mit den Belangen des Brandschutzbedarfsplans konform gehen.

Dessen Entwurf bestätige die bisherigen Bemühungen bezüglich der Zusammenlegung der Löschgruppen. So befürwortet der Gutachter laut Abruszat, dass die Löschgruppen Wehdem-Westrup, Dielingen-Drohne und Haldem-Arrenkamp fusionieren. „Wir tun gut daran, die Vorschläge für andere Gemeindeteile ernst zu nehmen“, sagte Abruszat. Nur so könnten die Wehren ihre Aufgaben erfüllen – und moderne Standorte nach geltenden Landesvorgaben und Richtlinien umgesetzt werden.

Abruszat wünscht sich in Sachen Feuerwehr nicht nur eine schnelle wegweisende Entscheidung – in der Mai-Ratssitzung möchte er zur Beschlussfassung kommen – sondern auch „einen Schulterschluss von Rat, Verwaltung und Feuerwehr“. „Es wird keine einfache Entscheidung, aber wir werden eine Lösung finden“, ist sich Abruszat sicher. „Ohne Druck ausüben zu wollen – ich möchte die Maßnahmen im Haushalt für 2017 verankern“, führte der Bürgermeister zu seinen Plänen aus.

Bis dahin stehe noch viel Arbeit an. So werde er mit den Verantwortlichen des Planungsbüros aus Paderborn sprechen. Die Experten hatten bei den Plänen für den möglichen Standort des Feuerwehrgerätehauses Wehdem-Westrup an der Stemweder-Berg-Straße eine Kostensteigerung um 50 Prozent verkündet, weil die Bodenbeschaffenheit zum Problem werden könnte. Daraufhin hatte Abruszat, wie bereits berichtet, einen sofortigen Planungsstopp verfügt.

Ob es eine Alternative geben wird, dazu äußerte sich der Bürgermeister nicht. „Das anvisierte Grundstück wird noch nicht verworfen“, machte Abruszat deutlich. Falls das doch der Fall werden sollte, möchte er möglichst viel Vorarbeit am neuen Standort einsetzen. „Und es soll eine gemeindeeigene Fläche sein“, ergänzte er.

Der Brandschutzbedarfsplan habe auch gezeigt, dass der Fahrzeugbestand in Stemwede auf gutem Niveau sei, berichtete Abruszat. Die Fahrzeuge seien in „einem vertretbaren Alter“. „Da müssen wir konsequent investieren.“

Stemwedes Bürgermeister möchte alle Entscheidungen transparent machen. Daher plant er für Mittwoch, 27. April, einen Infoabend in der Wehdemer Begegnungsstätte (genaue Uhrzeit folgt). Dort soll der Brandschutzbedarfsplan erläutert werden.

abo

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