Kai Abruszat als Bürgermeister vereidigt

Gemeinsam die Zukunft gestalten

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Monika Lösche als erste stellvertretende Bürgermeisterin vereidigte Bürgermeister Kai Abruszat.

Stemwede - Es war eine Premiere für Monika Lösche. Obwohl schon lange Jahre dabei, kam der stellvertretenden Bürgermeisterin Stemwedes gestern Abend zum ersten Mal die Aufgabe zu, einen Bürgermeister zu vereidigen. Als fünfter Bürgermeister der Gemeinde steht Kai Abruszat nun in einer Reihe mit Heinz Becker, Günter Heselmeier, Ekkehardt Stauss und Gerd Rybak.

Der großen Herausforderung, die vor ihm liegt, ist sich Abruszat, der der Kommunalpolitik eine entscheidende Bedeutung beimisst, wohl bewusst. Nirgendwo sonst in der Politik bemerke man die Erfolge und das Scheitern des eigenen Handelns so deutlich.

Die Aufgaben der Zukunft möchte er ausdrücklich mit allen Beteiligten – Ratsfraktionen, Institutionen, Vereine und Bürger – gemeinsam angehen. Um die Menschen wieder für die Kommunalpolitik zu interessieren, rät er, offen über die Chancen und Herausforderungen der Gemeinde zu sprechen und die Bürger aktiv in die Arbeit einzubeziehen. Denn: „Eine gute Gemeindeentwicklung erfordert eine Gemeinschaftsleistung.“ Keiner könne alles, aber jeder könne etwas. Um zu erfahren, was die Menschen in den einzelnene Ortsteilen bewegt, will er im nächsten Jahr in allen 13 Dörfern Ortsteilgespräche organisieren. Abruszat: „Wenn jeder von uns in diesen Gesprächen in seinem jeweiligen Gegenüber nicht zuerst den Andersdenkenden erblickt, sondern einen Mitstreiter für die zukünftige Entwicklung der Gemeinde Stemwede, dann ist dieses eine gute Grundlage des Miteinanders.“ Für sich selbst sichert er zu, trotz der angespannten Haushaltslage nicht sofort abzuwiegeln, sondern Vorhaben von Bürgern wohlgesonnen gegenüber zu stehen und sie nach Möglichkeit umzusetzen.

Außerdem fordert Abruszat, mehr Werbung in eigener Sache zu machen. Die Gemeinde Stemwede habe viel zu bieten, über ihre Stärken werde aber viel zu selten gesprochen. „Wenn wir selbst unseren eigenen Standort nicht positiv bewerben, können wir auch nicht verlangen, dass sich andere für die Besonderheiten und den Charme unserer Gemeinde erwärmen“, so Abruszat. Dass Firmennamen wir ZF oder Harting auch in den USA ein Begriff seien, verdeutliche, „in welcher starken Wirtschaftsregion wir eigentlich zu Hause sind“.

In einer sich rasant verändernden Welt – als Beispiel nennt er die Flüchtlingswelle – sieht Abruszat die Gemeinde gut aufgestellt. Die Menschen hier seien unaufgeregt, pragmatisch und weltoffen. „Mit diesen Eigenschaften werden wir, dessen bin ich sicher, die vor uns stehenden Aufgaben erfolgreich angehen und bewältigen.“

mer

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