9000 Besucher werden zum 18. Wonderland erwartet / Anreise ab morgen

Tanz auf der „Arche Goa“

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Die neue DJ-Bühne und die „Arche Goa“ stehen sich auf der Haupt-Tanzfläche gegenüber. Die Vorbereitungen für das 18. Wonderland im Waldfrieden laufen. Die Anreise der ersten „Teilzeit-Waldbewohner“ wird für morgen erwartet.

Wehdem - Das Festival Wonderland im Wehdemer Wald ist mit einem Baum vergleichbar. Beide, Pflanze und Party, wachsen und entwickeln sich stets weiter. Auch beim Festival „brechen“ manchmal „alte Äste“ im Sinne von Attraktionen, ab, um Platz für neue zu schaffen.

Frei nach dem Motto „Immer mal was Neues bieten, aber die Basis nicht aus den Augen verlieren“ wich jetzt beispielsweise die alte DJ-Bühne einer modernen Alutraversen-Konstruktion. Doch das Waldfrieden-Team wäre nicht das Waldfrieden-Team, wenn es nicht auch eine neue Nutzung für die alte Bühne an der Haupttanzfläche gefunden hätte.

Wie aus dem Berg scheint an dieser Stelle jetzt die „Arche Goa“, ein halbes, hölzernes Schiff, auf die Tanzfläche zu fahren, das selbst als erhöhter Dancefloor mit Rundumblick dienen soll. Zu bestaunen und erleben gibt es diese und weitere Attraktionen von Freitag bis Sonntag, 22. bis 24. August.

Zum 18. Mal öffnet das größte elektronische Musikfestival des Waldfriedens seine Pforten, um Feierfreudigen ein Wochenende in wunderschöner Natur und besonderer Atmosphäre zu bieten. Erwartet werden dieses Mal zwischen 8000 und 9000 Besucher.

Graue Wolken, Kälte und Regen drohen zwar, doch der Blick in den Himmel macht die Organisatoren derzeit nicht bange. Bei der jüngsten Auflage der Frühjahrsveranstaltung „Hai in den Mai“ waren trotz Starkregens 50 Prozent mehr Trance-Fans nach Wehdem gereist als im Vorjahr (wir berichteten). „Deshalb machen wir uns keine Sorgen wegen des Wetters“, sagen Annika Gaurig und Sebastian Telke, die, wenn sie nicht gerade Gäste übers Gelände führen, im Büro die Festival-Planungsstrippen ziehen. Ihr Ziel ist es, dass trotz heftiger Regenschauer die Besucher aufs Gelände und auch wieder problemlos herunter kommen können. Für genügen Trecker und Schlepp-Fahrzeuge ist jedenfalls gesorgt.

Das internationale und stark erweiterte Line-Up begrüßt diesmal auf drei Tanzflächen zu einer audiovisuellen Reise durch die Trance- und Goa-Szene. Doch nicht nur die 24-stündige Dauerbeschallung mit wummernden Bassrhythmen und mystischen Synthesizer-Klängen macht das Wonderland einzigartig. Auch durch das liebevoll gestaltete Gelände mit illuminierter Chill-Out-Area, sandigen Tanzflächen und Überraschungen an jeder Ecke hat das Festival seinen Geheimtipp-Status längst abgelegt.

„Viele organisatorische Neuigkeiten und Entwicklungen sowie altbekannte und liebgewonnene Details des Festivals werden schon seit dem Frühjahr gepflegt, gebaut und neu erfunden“, beschreiben Gaurig und Telke den Prozess. Zu den riesigen Outdoor-Lampenschirmen, die an ein Wohnzimmer erinnern, hätten sie sich noch riesige Sofas gewünscht. „Vielleicht im nächsten Jahr.“

Ein offenes Forum für alle selbsternannten Künstler bietet an allen Festival-Vormittagen erstmals die neue „Performer Show Stage“, während am Rest des Tages internationale Artisten dort auftreten. Entspannen und die Seele baumeln lassen ist nicht nur im Chill-Out-Bereich möglich. Die beliebte „Healing Area“ bietet in ihrer bisher größten Dimension unter anderem Yoga, verschiedene Massage-Techniken, Qi Gong, schamanische Reisen, die Schwitzhütte und viele Workshops an.

Ganz neu ist auch die Klangspielwiese, ein besonderes Mitmach-Orchester mit vielen verschiedenen fünftönigen und Percussion-Instrumenten.

Neu: Klangspielwiese und offene Bühne

Die ersten Gäste empfängt das Wunderland ab morgen Mittag (12 Uhr). Möglich macht dies das so genannte „Energy Camping“, bei dem jeder mit einem Wohnwagen seinen eigenen Stellplatz inklusive Strom und Wasser reservieren kann. Zum ersten Mal sind die verlängerte Shop-Meile mit Kleidung und Kunsthandwerk und außerdem die Food-Meile mit einem besonderen kulinarischen Angebot schon ab Donnerstag geöffnet.

Freitag um 18 Uhr beginnt die elektronische Reise durch die Parallelwelt des Waldfriedens. Sie endet am Sonntag um 22 Uhr mit dem Beginn der traditionellen „After Hour“ im Club.

kap

Fotos von 2013

17. „Wonderland"  im Stemweder Bergtal

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