Kreispolizeibehörde veröffentlicht Kriminalstatistik 2012 / Zahl der Straftaten gesunken

In Stemwede lebt es sich recht sicher

Minden-Lübbecke - Nach der Gemeinde Hüllhorst – wo vergangenes Jahr 278 Straftaten angezeigt wurden – und der Stadt Pr. Oldendorf (310) lebt es sich im Kreis Minden-Lübbecke in der Gemeinde Stemwede (341) am sichersten. „Wer in diesem Gebiet wohnt, braucht weniger Angst zu haben“, erklärte gestern Polizeihauptkommissar Ralf Steinmeyer. Auf Platz vier liegt Hille (374) vor der Stadt Rahden (386).

Überhaupt weist die Kriminalstatistik der Kreispolizeibehörde Minden-Lübbecke in vielen Bereichen erfreuliche Werte auf: „Die Zahl der angezeigten Straftaten ist gesunken, die Aufklärungsquote ist gestiegen und liegt bei über 50 Prozent und die Zahlen im Bereich der Jugendkriminalität sind positiv“, fasste Landrat und Behördenleiter Dr. Ralf Niermann in Minden die Eckpunkte der Statistik für 2012 zusammen.

Ingesamt wurden der Mühlenkreis-Polizei im vergangenen Jahr 16 663 Straftaten gemeldet, 2011 waren es noch 16 800 Delikte. Dies bedeutet einen Rückgang um 137 Fälle. „Durchschnittlich wurden unserer Polizei in den letzten zehn Jahren pro Jahr 17 724 Straftaten angezeigt. Damit haben wir mit dem aktuellen Wert von 16 663 ein erfreuliches Minus von 1 061 Strafanzeigen“, so Niermann. Den größten Anteil an den Delikten haben Diebstähle mit 48,85 Prozent vor Vermögens- und Fälschungsdelikten (18,37 Prozent) und Rohheitsdelikten (überwiegend Körperverletzungen und Raubdelikte sowie Straftaten gegen die persönliche Freiheit, elf Prozent).

EK „Stein“ soll

Einbrecher fassen

Insgesamt lösten die Beamten 8 622 Fälle, 374 mehr als noch im Vorjahr. Die Aufklärungsquote wurde insgesamt um 2,64 Prozentpunkte auf 51,74 Prozent erhöht. „Damit konnte statistisch gesehen mehr als jede zweite Straftat im Kreis aufgeklärt werden. Diese Quote stellt das beste Ergebnis in den letzten zehn Jahren dar“, so Niermann. Sie liege klar über dem Landeswert (49,09 Prozent).

Auf einem Tiefstand befinden sich hingegen die Zahlen der Gewaltkriminalität die 2012 bei 543 Fällen lagen (2011: 586). Die Fallzahlen von Körperverletzungen und Raub haben sich leicht verringert (2012: 1 232 Delikte, 2011: 1 270 Fälle). Auch bei den Raubüberfällen auf Straßen hat sich die positive Entwicklung des Vorjahres fortgesetzt. Mit nunmehr 60 registrierten Delikten sank die Zahl im Vergleich zu 2011 noch einmal um vier Fälle.

Der Anteil der ermittelten jugendlichen und heranwachsenden Tatverdächtigen an den Gesamttatverdächtigen beträgt 19,79 Prozent. 22,88 Prozent waren es im Jahr 2011.

„Bei der Entwicklung der Tatverdächtigenzahlen im Jugendbereich (unter 21 Jahren) registrierten wir im Jahr 2012 den niedrigsten Wert in den letzten fünf Jahren. 2007 betrug die Zahl 1 991, 2012 waren es nur noch 1 470 jugendliche Tatverdächtige“, so Landrat Dr. Ralf Niermann.

Doch im Kreis Minden-Lübbecke ist nicht alles eitel Sonnenschein: Einen Schatten werfen die gestiegenen Zahlen der Wohnungseinbruchsdiebstähle (von 487 in 2011 auf 558 in 2012) und der Betrugsfälle (von 2 066 in 2011 auf 2 523 in 2012) auf die aktuelle Kriminalstatistik.

Mehr Betrugsfälle

und Einbrüche

Nicht erst seit dem jüngsten Großeinsatz der Polizei in ganz Ostwestfalen-Lippe und dem Münsterland unternehme die Kreispolizeibehörde vielfältige Anstrengungen, den Einbrechern Einhalt zu gebieten, so Dr. Ralf Niermann. Das belegt die Aufklärungsquote, die von 15,61 (2011) auf 19,81 Prozent (2012) angestiegen ist.

Damit diese Quote weiter steigt, ist seit gestern die Ermittlungskommission „Stein“ im Einsatz. Wie Polizeidirektor Detlef Stüven erklärte, kümmert sie sich um die Täter-Ermittlung nach Wohnungseinbrüchen. Die vier Beamten decken dabei den Bereich Minden, Hille und den Altkreis Lübbecke ab. · kap

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