Steffen Kampeter wirbt bei Stemweder CDU um Unterstützung

Stärker für eigene Werte einstehen

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Steffen Kampeter warb um Unterstützung. ·

Stemwede - Eine „anständige Stellung“ in Europa, soziale Gerechtigkeit und Wettbewerbsfähigkeit: Für Steffen Kampeter sind das die Kernpunkte christdemokratischer Politik. Mit ihnen wirbt der Bundestagsabgeordnete und parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium derzeit im Wahlkreis Minden-Lübbecke I für seine erneute Kandidatur zur Bundestagswahl 2013.

Ihr Ziel, stärkste Kraft zu werden, könne die Partei nur erreichen, wenn sie für soziale Marktwirtschaft eintrete und den Zusammenhalt in der Gesellschaft fördere – und das auch deutlich kommuniziere, sagte Kampeter am Dienstag während der CDU-Gemeindeverbandsversammlung in Levern. Er vermisst in seiner Partei vielerorts das Selbstbewusstsein, für die eigenen Werte einzustehen – auch im Mühlenkreis.

Bei den Stemweder Christdemokraten stieß er mit dieser Einschätzung auf offene Ohren. Frank Rabe, Vorsitzender der Jungen Union, kritisierte, die Spitze der Landes-CDU mache nicht deutlich genug, dass nicht sie, sondern Rot-Grün für soziale Härte stünden. „Wir als CDU tun alles, um Geld zu sparen, und die SPD ist sich trotz steigender Einnahmen nicht zu schade, neue Schulden zu machen und kleine Eigenheimbesitzer zu bestrafen“, spielte Rabe auf Pläne der Landesregierung an, nun doch die Dichtheitsprüfung für alle Hauseigentümer einzuführen.

Getreu der Formel „Sozial ist, was Beschäftigung schafft“, müsse sich die CDU bemühen, Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit auch in Zukunft zu erhalten, mahnte Kampeter. „Wir dürfen nicht arrogant werden und uns auf dem Erreichten ausruhen.“ Ein hoher Beschäftigungsgrad sei der einzige Weg, die Sozialsysteme zukunftssicher zu machen. Als Beispiel nannte er die gesetzliche Krankenversicherung, die derzeit Überschüsse ansammelt. Die könnten unter anderem in die ländliche Arztversorgung investiert werden, die auch in Stemwede langfristig ein Problem zu werden droht, so Kampeter.

Zur Wettbewerbsfähigkeit gehört seiner Einschätzung nach nicht nur die sichtbare Infrastruktur, auch wenn gut ausgebaute Straßen für den exportstarken Mühlenkreis wichtig seien. „Wir müssen auch unsere digitale Kompetenz zeigen“, sprach er die zum Teil schlechte Anbindung an schnelles Internet in Stemwede an.

Wettbewerbsfähigkeit bedeutet für Kampeter auch Innovation und die Bereitschaft, sich an neue Herausforderungen anzupassen. Der Altkreis Lübbecke sei auf dem Gebiet gar nicht schlecht, verwies Kampeter Firmen auf ZF Friedrichshafen und Aukamp. Erfreulich sei, dass in den vergangenen drei Jahren im Mühlenkreis rund 2 000 neue Unternehmen gegründet wurden, auch wenn sicher nicht alle dauerhaft Bestand hätten.

Erfreut zeigte sich Kampeter, dass es mit der Firma Optifit Gespräche geben wird. Mit Verwunderung habe er aber zur Kenntnis genommen, dass sich die SPD nicht an die Stillschweigensvereinbarung gehalten habe. Der SPD-Landtagsabgeordnete Ernst-Wilhelm Rahe hatte die Öffentlichkeit kürzlich über die geplanten Gespräche informiert. · mer

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