Pastor Thomas Horst erläutert Geschichte der Leverner Gemeinde

Spurensuche auf jüdischem Friedhof

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Pastor Thomas Horst (vorne) begab sich mit Geschichtsinteressierten auf dem jüdischen Friedhof an der L 770 auf Spurensuche. ·

Levern - Die Thora-Rolle ist bis heute erhalten, das Gebäude der ehemaligen Synagoge steht noch. Als letzte Einrichtung der früheren jüdischen Gemeinde existiert noch der Friedhof unweit des Sportplatzes an der L 770. Mit dem jüdischen Gottesacker befasste sich kürzlich der Leverner Geschichtszirkel und lud zu einer Exkursion ein.

Ortsheimatpflegerin Karin Klanke freute sich über das rege Interesse. Gut 30 Gäste nicht nur aus Stemwede machten sich gemeinsam mit Pfarrer Thomas Horst auf die Spurensuche. Er erläuterte die Geschichte der Leverner Gemeinde, der um 1900 bis zu 80 Mitbürger jüdischen Glaubens angehörten. 1937 verzogen die letzten jüdischen Mitbürger aus Levern.

Während der Exkursion stellte Horst auch die Grabstätte der Familie Löwenstein vor. Bernhard Löwenstein (1815 bis 1907) hatte sich sehr um die Förderung der Gemeinde verdient gemacht. Er stellte das Grundstück für den jüdischen Friedhof zur Verfügung und setzte sich für den Bau der Synagoge an der Hügelstraße ein. Bis zu seinem Tod war der Kaufmann auch Vorsitzender der jüdischen Gemeinde in Levern.

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