Management Information Game beendet

Spielerisch Konzepte erarbeitet

Jungunternehmer und Verantwortliche: Die 23 Oberstufenschülerinnen und -schüler des Gymnasiums Rahden, die sich am mehrtägigen „Management Information Game“ des Industriellen Arbeitgeberverbandes Osnabrück-Emsland in den Räumen der Firma Kolbus beteiligt haben, mit Personalleiter Gerhard Wachowski (links), Spielleiter Steffen Vogt (2.v.r.) und Sabine Stöhr vom Arbeitgeberverband (rechts). Fotos (2): Scheland

Rahden - (ges) · Spielleiter Steffen Vogt war Bank, Aufsichtsrat, Finanzamt, Kartellbehörde und Unternehmensberatung in Personalunion, und 23 Oberstufenschülerinnen und -schüler des Gymnasiums Rahden hatten sich für fast eine Woche als Jungunternehmer in drei renommierten Herstellerfirmen von exclusiven Uhren zusammengeschlossen. „Management Information Game“ (MIG) nannte sich das Schülerplanspiel in den Räumen der Firma Kolbus in Rahden.

        Die Gäste des abschließenden Produktpräsentation traten am Donnerstagabend als Einkäufer der Einkaufsgemeinschaft Uhren & Schmuck (E.U.S.) auf. Sie hatten zuvor unter den Herstellerfirmen „Elegance AG“, „Daily Ways AG“ und „Chrono Vital AG“ die Entwicklung von neuen Uhren und eine passende Vermarktungsstrategie ausgeschrieben. Es sollte um 300 000 Uhren mit technischen Innovationen und zielgruppengerechten Zusatzfunktionen gehen.

Für die Präsentation ihres in den Tagen zuvor erarbeiteten Produkt- und Marketingkonzeptes hatten die „Jungunternehmer“ der drei Herstellerfirmen jeweils zehn Minuten Zeit. Anschließend wurde den „Einkäufern“ die Möglichkeit geboten, Fragen zur Technik und Funktion, zum Design, der Verpackung, dem Preis, Werbe- und Servicekonzept sowie zu Lieferkonditionen zu stellen.

Zum Abschluss waren alle Gäste aufgefordert, die vorgestellten Produkte und das Marketingkonzept zu bewerten und ihre jeweils zehn Punkte auf die drei Unternehmen zu verteilen. Die Entscheidung fiel denkbar knapp aus. Das überzeugendste Produkt und Marketingkonzept wurde von den jungen Unternehmern der Gruppe „Elegance AG“ abgeliefert. Auf Platz zwei landete das Unternehmer-Oktett der „Chrono Vital AG“ und ganz knapp dahinter die achte Schülerinnen und Schüler der „Daily Ways AG“.

Ziel der vom Arbeitgeber-Verband Osnabrück-Emsland in Kooperation mit regionalen Unternehmen organisierten Spielwoche war, den gymnasialen Oberstufenschülerinnen und -schülern spielerisch Einblicke ins Wirtschaftsleben zu geben. Die Jugendlichen erlebten hautnah, dass zum zehnstündigen Unternehmeralltag Entscheidungen über Fertigung, Einkauf und Personal ebenso gehören wie Preiskalkulation und Bilanzierung.

Neben der Kolbus GmbH & Co. KG zählten die Privatbrauerei Ernst Barre, die Gauselmann AG, die Firma Harting, die Stadtsparkasse Rahden, die Volksbank Lübbecker Land und ZF Lemförder zu den Kooperationspartnern.

„Wir haben lange gearbeitet und viel diskutiert“, resümierte Kolbus-Personalleiter Gerhard Wachowski vor der Ergebnispräsentation. „Es waren spannende Abende mit den Hauptakteuren des Seminars“ gab er zu und erinnerte daran, dass bei dem computerunterstützten Planspiel auch unternehmerische Rückschläge nicht ausgeblieben seien. Sein Dank galt allen, die zum Gelingen von „Management Information Game“ beigetragen hatten.

Sabine Stöhr vom Industriellen Arbeitgeberverband Osnabrück-Emsland erläuterte, dass den Schülerinnen und Schülern während der vorangegangenen vier Tage ökonomisches Lernen auf eine etwas andere Art aufgezeigt worden sei. Sie hätten betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse erworben und würden spätestens bei ihren Abiprüfungen wieder den Druck spüren, der jetzt auch während der Präsentation auf ihnen laste. Abschließend freute sie sich, dass aus den kooperierenden Unternehmen inzwischen ein fester Förderkreis geworden sei. Dank sagte sie auch der Leitung des Gymnasiums, dass sie die Jugendlichen für eine Woche vom üblichen Unterricht entbunden habe.

„Alle Jugendlichen sind ohne betriebswirtschaftliche Vorkenntnisse ins kalte Wasser geworfen worden“, betonte Steffen Vogt vom Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft gGmbH. „Daher sind auch verzeihliche Fehler gemacht worden“. Insgesamt zeigte er sich vom Engagement und Interesse der Schülerinnen und Schüler beeindruckt.

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