Heinz Bergmann zum 125. Mal dabei

99 Spender und ein echter Jubilar

Andrea Lorenz vom Entnahmeteam des Blutspendedienstes West setzte am Donnerstagabend in Dielingen bei Heinz Bergmann die Nadel für die 125. Blutspende an.

Dielingen - (ges) · Die Beteiligung war trotz der widrigen Wetter- und Straßenverhältnisse unerwartet hoch, und mit Heinz Bergmann aus Drohne hatten die Verantwortlichen des DRK Stemwede am Donnerstagabend im Dielinger Gemeindehaus beim ersten Blutspendetermin im neuen Jahr einen nicht alltäglichen Jubilar: Der 60-Jährige spendete zum 125. Mal einen halben Liter seines kostbaren Blutes.

         Die 125 Blutspenden von Heinz Bergmann, der an der Haarburg 13 wohnt und erst vor wenigen Wochen sein 60. Lebensjahr vollendet hat, verteilen sich auf 39 Jahre. Als der damals 21-Jährige seine Bundeswehrzeit beendet hatte und in Dielingen ein Blutspendetermin angekündigt wurde, bewies er Mut und ließ sich als Erstspender registrieren. „Danach habe ich keinen Termin mehr ausgelassen. In den ersten Jahren bin ich zwei Mal, später dann drei Mal und seit Jahren schon vier Mal jährlich zum Blut spenden gegangen“, erinnert sich der Drohner. „124 Mal war ich in Dielingen, nur einmal in Wehdem“, ergänzt er. „Und immer konnten sie mein Blut gebrauchen“, freut er sich, „ein Zeichen dafür, dass ich gesund bin“. Und jedes Mal habe er sich sehr gut danach gefühlt, gibt er zu. „Ein, zwei Mal hat es zwar nachgeblutet, doch ansonsten ging immer alles normal weg.“

„Auch heute geht es mir blendend“, lächelte der 60-Jährige nach dem Aderlass am Donnerstagabend und ließ sich in der „Cafeteria“ von einer der vier Helferinnen aus der Küche bedienen. Heiße Würstchen und Schnittchen gab es, dazu frischen Salat und eine heiße Tasse Kaffee.

Schon bei der Bundeswehr sei er mit dem Blut spenden konfrontiert worden, blickte Heinz Bergmann zurück. „Da hatte ich aber wohl nicht die richtige Blutgruppe. Da wollten sie mich noch nicht.“ Als er dann wieder Zivilist gewesen sei, habe er sein Vorhaben umgesetzt: „Zum einen, um anderen zu helfen, zum anderen, um etwas für die eigene Gesundheit zu tun.“

Und ein festes Ziel im Hinblick aufs Blut spenden hat der 60-Jährige auch: „Zunächst einmal möchte ich die 150. Spende erreichen. Das sollte auch klappen, wenn ich gesund bleibe. „Was anschließend kommt, weiß ich noch nicht. Wenn die Altersbegrenzung für Blutspender aufgehoben wird, könnte ich vielleicht sogar noch die 200. Spende schaffen.“

Wie dem auch sei: Blumen gab es schon diesmal. Der Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Stemwede, Kurt Bergatt, bedankte sich ebenso beim Jubilar wie der Blutspendebeauftragte Reinhold Gralla.

Der wies am Rande des Termins in Dielingen auf eine Besonderheit hin: „In diesem Jahr findet zum ersten Mal ein Blutspendetermin am Karfreitag statt, weil das Blutplättchenkonzentrat, das insbesondere bei Chemotherapien benötigt wird, nur vier Tage haltbar ist und wegen der folgenden Osterfeiertage dann unbrauchbar würde.“

Kurz erinnerte Gralla auch an die Entwicklung des Blut spendens in der Gemeinde Stemwede. „Zum ersten Termin am 10. Dezember 1955 in Levern kamen 17 Spender, beim sechsten Termin am 4. April 1960 in Dielingen waren es bereits 167.“ Von 1961 bis 1971 hätte in jedem Spendeort jährlich nur ein Termin stattgefunden, in den zehn Jahren darauf seien es dann schon zwei und ab 1984/85 dann drei gewesen. „Weil der Bedarf an Blutkonserven ständig gestiegen ist, wurde 1987/88 in den Ortschaften Dielingen, Levern, Oppenwehe und Wehdem sowie bei ZF Lemförder der vierte Spendetermin eingeführt“, berichtete Gralla. „In 50 Jahren hatten wir mehr als 52 000 Spender“, verkündete Reinhold Gralla stolz.

Zum jüngsten Termin in Dielingen seien insgesamt 99 Spender gekommen, resümierte der Blutspendebeauftragte und freute sich, dass acht davon Erstspender gewesen seien. Als Jubilare nannte er Andrea Herrmann aus Haldem (zehnte Spende), Frank Duchna aus Dielingen und Heinz Wendt aus Haldem (25. Spende) sowie Hartmut Möller aus Stemshorn (75. Spende).

Der nächste Blutspendetermin im Gemeindebereich steht auch schon fest: Donnerstag, 26. Januar, 16 bis 20 Uhr, DRK-Haus in Wehdem.

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