Aktionstag im Museumshof Rahden bietet wieder viel Abwechslung für die ganze Familie

Am Sonntag trifft Handwerk auf Kunst

Auch jahrhundertealte Schmiedekunst können die Besucher am Sonntag beim Aktionstag im Rahdener Museumshof bewundern.

Rahden - · Das Gelände des Rahdener Museumshofes steht am Wochenende erneut ganz im Zeichen alter handwerklicher Traditionen. Am Sonntag, 18. Juli, wird das ländliche Handwerk im Nebenerwerb und Kunsthandwerk gezeigt.

        „Diese Kombination hat einen geschichtlichen Hintergrund, denn über die Jahre hinweg hat sich aus dem ehemaligen ländlichen Handwerk nach und nach das heutige Kunsthandwerk entwickelt“, weiß Museumshofleiterin Jaqueline Pendzialek über die Historie zu berichten. „Gemeinsam mit unseren Künstlern , Handwerkern und Ausstellern kreieren wir auch dieses Mal wieder eine eindrucksvolle Erlebniswelt unter freiem Himmel.“

Bis um die Jahrhundertwende gingen die Schuster, Schneider und Holzschuhmacher in den Dörfern von Hof zu Hof und Haus zu Haus, um an Ort und Stelle Schuhe, Holzschuhe oder Kleidung anzufertigen. Sie reparierten alles, was nicht mehr heil war, veränderten Lederschuhe, wenn sie nicht mehr tragbar waren und stellten neue Schuhe her. Weil sie keine eigene Werkstatt hatten, arbeiteten sie im Wohnraum, auf der Deele oder in der Scheune der Bauern.

Anschaulich werden im Obergeschoss des Speichers die Utensilien eines Wanderschusters und Wanderschneiders als Dauerausstellung gezeigt. Auch andere Handwerker waren damals unterwegs. Nach und nach entstanden mit dem Fortschritt der Technisierung kleine Werkstätten. Neben der Landwirtschaft waren nun die Werkstätten die Hauptbetätigungsbereiche dieser Handwerker. Ordentliche Lehrberufe entwickelten sich. Wandergesellen, die sogenannten Handwerksburschen, zogen von Meister zu Meister durch die Lande, um ihre Kenntnisse zu verbessern.

Vorführungen des alten ländlichen Handwerkes, wie beispielsweise Schmieden oder Korbflechten, sowie auch Kunsthandwerk werden alle interessierten Besucher faszinieren und inspirieren. Die Schnittstube Nienburg wird rund um das Thema „Glückspilze, Edelsteine des Waldes und Herzensangelegenheiten“ ausstellen. Multikulturelle kulinarische und musikalische Überraschungen runden das Rahmenprogramm ab.

Die Museumsimker Herbert Kummer und Reinhard Wimmer lassen ihre Sonderausstellung „Die Honigmacher“ lebendig werden. Sie zeigen ihr liebstes Hobby, die Imkerei, und laden zum Mitmachen ein. Um 13.30, 15 und 17 Uhr wird eine kostenlose Führung durch die Sonderausstellung sowie entlang des Bienenlehrpfades angeboten.

Auch die Kleinsten werden voll auf ihre Kosten kommen. Ein Workshop zum Thema „Filzen“ sowie Blaudruck und Fahrten mit einer Kutsche, die von zwei Haflingerpferden gezogen wird, werden geboten.

Die Lachmuskeln werden um 15 Uhr von der Theatergruppe „Die Unverwüstlichen“ mit Komödien, Lustspielen und Einaktern -also leichter Kost für unbeschwerte Wochenendstimmung strapaziert.

„Die Palette der präsentierten Handwerke ist lang“, freut sich Jaqueline Pendzialek. Holzschuhmacher, Klöpplerin, Korbflechter, Mollenhauer, Schmied, Sattler, Stuhlflechter und Strickeschläger präsentieren ihr Handwerk in Aktion.

Außerdem ist die Spinn- und Webgruppe sowie die Stickgruppe mit internationaler Verstärkung wird aktiv sein. Gerda Steinkamp präsentiert stolz die Ausstellung „Altes Holztükes aus Varl“.

Darüber hinaus dreht sich auch an den Informations- und Verkaufsstände alles um die alten Handwerkstraditionen. Gleich ob Blaudruck, Garrtenobjekte, Geschenkkartons in Serviettentechnik, Glasschmuck, Holzarbeiten, Kerzen, Kräuter, Kugellampen, Marmeladen, Maschinenstickereien, Metallobjekte, Mini-Teddys, Münz-chmuck, Naturseifen, Perlenschmuck, Quilts, Scherenschnitte, Silberschmuck, Steinbilder, Socken, Tees, Vogelhäuser aus Holz, Weidenflechtartikel oder Wikinger-Filzmützen. Bei diesem Veranstaltungsangebot wird jeder auf seine Kosten kommen“, ist sich die Museumshofleiterin sicher. Verschiedene Künstler werden Workshops für Groß und Klein anbieten. Im Obergeschoss vom Lütken Hus werden zwei heimische Künstlerinnen ihre Kunstwerke präsentieren. Gudrun Kahmeyer stellt ihre selbst gemalten Bilder und Karin Kelting ihre Papierwerkstatt aus. „Das Museumsteam freut sich darauf, wieder eine Vielzahl an Besuchern begrüßen zu können“, so Pendzialek, die hofft, dass auch dieses Mal die Mühe und der Einsatz der vielen ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter durch einen regen Besucherzulauf belohnt wird. „Denn der kontinuierliche Einsatz unserer Aktiven über die Jahre hinweg hat den Museumshof zu dem gemacht, was er ist.“

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