Jahresrückblick und Ausblick von Bürgermeister Gerd Rybak / „Spannendes Jahr mit vielen neuen Erkenntnissen“

Sitzungsflut und Ebbe in der Kasse

Den Blick optimistisch auf 2011 gerichtet: Bürgermeister Gerd Rybak.

Stemwede - (ges) · „In meinem ersten Amtsjahr als Bürgermeister ist viel Neues auf mich eingeströmt“, gibt Gerd Rybak zu. „Obwohl ich den Vorteil meiner langjährigen Verwaltungserfahrung einbringen konnte, musste ich mich schnell mit einer ganzen Reihe für mich bis dahin unbekannten Themen vertraut machen und mich bei zahlreichen Anlässen auf der Repräsentationsbühne bewegen.“

        Die letzte Sitzung des Rates im Saal von „Meiers Deele“ nutzte der Stemweder Bürgermeister für einen Rückblick auf ein turbulentes 2010, auf sein erstes Jahr als Verwaltungschef und die Zusammenarbeit mit den Mandatsträgern im Rat und in den Fachausschüssen sowie dem Fachteam in der Verwaltung. Zudem wagte Rybak eine kurze Prognose für das Geschehen im neuen Jahr.

„Es war für mich ein spannendes Jahr mit vielen neuen Erfahrungen und Erkenntnissen, geprägt sicherlich auch von der kommunalen Finanzmisere, die eher ein ungeliebtes Nein in den Entscheidungen erforderte als das bürgerfreundliche Realisieren von Wünschen“, sagte der Verwaltungschef.

Neben den anspruchsvollen Herausforderungen, dem Abtasten und Miteinander mit der Politik habe es parallel auch in der Verwaltung große Veränderungen gegeben, betonte Rybak. Die Zusammenlegung der beiden Fachbereiche Finanzen und zentrale Dienste unter der neuen Leitung von Dieter Lange, damit verbundene Umbaumaßnahmen und der Umzug von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Dielingen nach Levern seien mit einer ganzen Reihe von Personalveränderungen einher gegangen. „Fünf Personalabgänge, sechs Neueinstellungen und gleich neun Wechsel von Mitarbeitern in die Freizeitphase der Altersteilzeit haben unsere Mannschaft in Verwaltung, Bauhof und Eigenbetrieben ganz schön durcheinander geschüttelt“, gestand Rybak. Die Zeit der Personalveränderungen sei aber auch dazu genutzt worden, neue Wege zu gehen. Interkommunale Zusammenarbeit und Outsourcing von Aufgaben seien Maßnahmen, die dazu beitragen könnten, die Qualität der Aufgabenwahrnehmung durch Aufgabenbündelung zu verbessern.

Daneben, so der Bürgermeister weiter, sei die Herkulesaufgabe bewältigt worden, nach der Einführung des Neuen Kommunalen Finanzmanagements (NKF) gleich zehn Jahresabschlüsse aufzustellen. „Sie alle wissen, welche Sitzungsflut damit verbunden war“, blickte Rybak in die Ratsrunde. „Mit der Zusammenführung der Eigenbetriebe verbinden wir die Hoffnung, die Zahl der Sitzungen zu reduzieren und im Hinblick auf Aufstellung, Ausführung und Rechnungslegung zu einer übersichtlicheren Verfahrensweise zu kommen“, wünschte er sich.

Stark beschäftigt habe Rat und Verwaltung auch die Erarbeitung der Satzung für die Erhebung von Straßenbaubeiträgen. Die Verabschiedung sei bei der nächsten Ratssitzung vorgesehen. Bis dahin müsse aber noch die Frage der Einbeziehung des Außenbereiches geklärt werden. Zudem sei die Satzung über die Dichtheitsprüfungen erarbeitet und verabschiedet worden. „Die daraus resultierenden Überwachungs-, Dokumentations- und Beratungsarbeiten werden die Verwaltung in den nächsten Jahren zusätzlich belasten.“ Beschäftigen werde Rat und Verwaltung zu Beginn des kommenden Jahres auch der vorbereitete Brandschutzbedarfsplan.

Lob des Bürgermeisters galt nicht nur seinem Verwaltungsteam, sondern auch den Mandatsträgern des Rates: „In 40 Rats- und Ausschuss- sowie 51 Fraktionssitzungen haben Sie sich um Fragestellungen rund um die Gemeinde Stemwede gekümmert.“ Mehr als 500 Tagesordnungspunkte seien behandelt worden.

Als wesentliche Themen für 2011 nannte Rybak Schulentwicklungsplanung, Brandschutzbedarfsplan, Leerstandsmanagement und Erstellung eines Wirtschaftsförderungs- und Gemeindeentwicklungskonzeptes.

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