Katze „Luna“ auf dem Weg der Besserung / Teure Rettung

„Sie schafft es“

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Die gleiche Art der Verletzung tragen Kater „Spike“ (4, l.) und seine dreijährige Tochter „Luna“ im Gesicht. Vor rund zwei Wochen kam der rote Kater verletzt nach Hause. Daniela Both versorgte seine Wunden. In „Lunas“ Fall war am Sonntagabend ein Tierarzt-Besuch unumgänglich. ·

Dielingen - Von Kai PröpperDie Patientin liegt im Bett. Nur zum Fressnapf und zur Toilette schleppt sie sich, aber – sie lebt. Katze „Luna“ ist auf dem Weg der Besserung und wieder Zuhause. „Sie schafft es auf jeden Fall, das weiß ich“, sagt Besitzerin Daniela Both aus Dielingen. Am Sonntag wurde „Lüni“, wie die 42-Jährige ihr Haustier liebevoll nennt, schwer im Gesicht verletzt (wir berichteten). Both geht davon aus, dass ein Tierquäler aus Dielingen Hand anlegte. Gestern wollte sie Anzeige bei der Polizei erstatten.

Noch ist das dreijährige Tier, dessen rechtes Auge nicht reagiert und wahrscheinlich für immer blind bleiben wird, nicht „über den Berg“.

In der Bramscher Tierklinik erfuhr Daniela Both, dass „Luna“ irreparable innere Blutungen hinter dem Auge hat. „Es besteht die Gefahr, dass das Blut ins Gehirn läuft und sie stirbt“, sagt die Halterin ruhig. Auch könne es sein, dass das Auge entfernt werden müsse. Derzeit bekommt das Tier starke Schmerzmittel und muss eine Plastik-Krause um den Hals tragen.

„Wer tut sowas ?“, fragt sich die gebürtige Lemförderin, die seit 15 Jahren in Dielingen lebt. In der Nacht zu Montag wäre „Luna“ in der Bramscher Klinik fast gestorben, als ihr Kreislauf wegbrach. Dankbar ist Daniela Both nicht nur den sofort handelnden Tierärzten, sondern auch ihren Freunden Anke und Stefan Wolfarth, die sich rührend um das Tier ihrer Bekannten sorgten und sie unterstützen. „So tolle Freunde findet man selten!“ Zusammen haben die drei am Dienstag in Dielingen auffällige Flyer verteilt und Plakate aufgehängt. „Fast alle Geschäftsleute waren sofort bereit, das Plakat aufzuhängen“, sagt die Altenpflegerin dankbar. Und auch ihre Haustierärztin Ute Fronz aus Diepholz lobt sie in den höchsten Tönen. „Sie hat am Sonntag eine tolle Ferndiagnose gestellt und mich seitdem schon zwei Mal angerufen, obwohl ich mit ‚Luna‘ noch nie bei ihr war.“

Daniela Both steckt mitten in einem Umzug. In zwei Wochen zieht sie mit ihrem Sohn in eine „ruhige Siedlung“ nach Haldem. Sie hofft, dass ihren Tieren dort nichts passieren kann.

Schlaflose Nächte bereiten der alleinerziehenden Mutter die Enttäuschung über das Verhalten des unbekannten Peinigers, die Sorge um „Luna“ und die Rechnung der Tierklinik. 450 Euro schätzt sie, kostet die Not-Behandlung – den Betrag will sie in Raten abzahlen. „Das ist für mich schon heftig.“ Wenn „Lunas“ Auge operativ entfernt werden muss, kommen ihrer Ansicht nach 700 Euro hinzu. Deutliche Worte findet die 42-Jährige deshalb für den oder die Tierquäler und hofft, dass die Person immer dann an ihre Tat erinnert wird, wenn er oder sie das Plakat mit „Lunas“ verletztem Gesicht sieht. „Ich dürfte so jemanden nicht bei der Tat sehen, ich wüsste nicht, was ich dann machen würde“, sagt Both.

Wer Hinweise geben kann, soll sich laut Polizei-Sprecher Ralf Steinmeyer bei der Kripo in Lübbecke melden, Ruf 05741/2770.

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