Frühwanderung des Heimatvereins Pr. Ströhen / Gottesdienst auf dem Hof Greimann gut besucht

Sich einmal Zeit für ein gemeinsames Gespräch nehmen

Auch von außerhalb Pr. Ströhens nahmen Wanderfreunde an der Frühwanderung des Heimatvereins teil. Hier die Gruppe nach dem Frühstück bei Buschendorf. ·

Pr. Ströhen - Sich wieder mehr Zeit füreinander zu nehmen, für ein Gespräch, mehr auf die Nöte und Sorgen des Nächsten eingehen, dafür sprach sich der frühere Kirchmeister der Kirchengemeinde Rahden, Manfred Bollhorst, im plattdeutschen Gottesdienst auf der Deele des Hofes Greimann in seiner Predigt aus. „Kein Tied – kein Tied“, dieser immer wieder zu hörende „Rentnergruß“ müsse abgebaut werden.

Nur zu oft höre man heute von alleinstehenden, alten und kranken Menschen; „Ick heff keinen Minsken mehr, die sick ümmer mie kümmert.“ Menschen in der dritten Phase ihres Lebens fühlten sich allein gelassen. Keine Politik, kein Staat, keine Nation könne diese Situation lösen, wenn es nicht Menschen gebe, die ihre Liebe zum Nächsten, ihre Bereitschaft zu helfen verwirklichen und in die Tat umsetzen.

Zu Beginn seiner Predigt setzte sich Bollhorst für den Erhalt der plattdeutschen Mundart ein. Großeltern und Eltern müssten sie an die Kinder weitergeben, damit sie neben dem Hochdeutschen bestehen bleibe. Auch in den Kindergärten und Schulen möge man sie pflegen.

Der plattdeutsche Gottesdienst war Bestandteil einer gemeinsamen Veranstaltung des Heimatvereins und der Kirchengemeinde, wobei der Heimatverein mit einer Frühwanderung den Anfang machte.

Vorsitzender Bernhard Wietelmann, der mit seinem Stellvertreter Wilhelm Helmerking die vier Kilometer lange Tour vorbereitet hatte, konnte dazu bereits um 8 Uhr auf dem Hof Greimann zahlreiche Wanderfreunde begrüßen.

Durch die erwachende Natur führte die Wanderung bei Bretthorst und Aukamp vorbei an der Aue entlang ins Dorf, wo bei Buschendorf ein derbes Bauernfrühstück bereitstand. Danach ging es über die Pr. Ströher Allee zum Renaturierungsgebiet an der Großen Aue und durch dieses hindurch nach Greimanns zurück, wo die Gruppe zum Gottesdienstbeginn eintraf.

Auf der zum Gottesdienstraum umdekorierten großen Deele hatten die Mitarbeiter der Kirchengemeinde an die 150 Stühle aufgestellt, die alle besetzt waren, als der Posaunenchor, der im Flur Platz gefunden hatte und die Besucher mit einem Lied willkommen hieß. Pastor Roland Mettenbrink erinnerte an die Tradition der vom Heimatverein und der Kirchengemeinde durchgeführten Veranstaltung. Neben dem Posaunenchor wirkte auch der Singkreis bei der musikalischen Ausgestaltung mit.

Die Lesung hielt der Ehrenkirchmeister der Ströher Kirchengemeinde, Helmut Bollhorst, während Pastor Mettenbrink bei der liturgischen Abwicklung auch der vorige Woche verstorbenen Gemeindeglieder gedachte und die Taufe eines Kindes vornahm. Dazu wurde viel gesungen, klang der Gottesdienst mit dem Lied „Lobet den Herren“ aus. Danach war ein gemeinsames Essen angesagt · on

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