Gestern auslaufende Auflösung der Grundschule beschlossen

Schwarzer Tag für Westrup

Wehdem - (ges) · Deutliche Worte waren gestern Abend bei der Sitzung des Schul-, Kultur- und Sportausschusses der Gemeinde zu hören. Ansätze der schon aus der Vergangenheit bekannten Verzögerungstaktik gab es aber auch. Obwohl die Entscheidung sicherlich niemandem leicht gefallen ist, wird der gestrige Dienstag als „schwarzer Tag“ in die ausklingende Geschichte der kleinen Grundschule Westrup eingehen.

Mit sieben gegen vier Stimmen beschlossen die Mitglieder des Fachgremiums, dem Haupt- und Finanzausschuss sowie dem Rat zu empfehlen, an der Grundschule Westrup zum kommenden Schuljahr, das am 7. September 2011 beginnt, keine Eingangsklasse mehr einzurichten, weil dafür die erforderliche Mindestschülerzahl von 18 Kindern deutlich unterschritten wird. Mit dem gleichen Ergebnis folgten die Ausschussmitglieder der Empfehlung der Verwaltung, die Grundschule mit Beginn des Schuljahres 2011/12 auslaufend aufzulösen.

Vor der Abstimmung erinnerte Ausschussvorsitzender Wilhelm Riesmeier an den Elterninformationsabend in der Begegnungsstätte, und Bürgermeister Gerd Rybak teilte mit, dass er nach der Veranstaltung am 2. Dezember noch ein persönliches Gespräch mit Leitendem Regierungsschuldirektor Kriete von der Bezirksregierung in Detmold gehabt habe. Die Frage nach der Möglichkeit einer von Eltern vorgeschlagenen Verbundlösung mit einer anderen Grundschule habe Kriete klar und heftig verneint. Dagegen habe er aber noch einmal ausdrücklich eine ausreichende Lehrerversorgung für die Grundschule Westrup in den verbleibenden drei Jahren zugesagt, berichtete Rybak. „Damit hat sich am Status Quo nichts geändert.“

Wilhelm Riesmeier machte noch einmal deutlich, dass eine Flächengemeinde wie Stemwede durchaus vier Grundschul-Standorte verdient habe. „So lange es geht, sollten wir alle Schulen aufrecht erhalten. Es ist nicht nötig schon heute zu beschließen“, forderte er. Zudem stellte der Ausschussvorsitzende heraus, dass es wichtig sei, was mit den sieben Kindern passiere, die für die Grundschule Westrup angemeldet worden seien. Transportfragen müssten geregelt werden und auch gewährleistet sein, dass allen Kinders ein Platz im Offenen Ganztag angeboten werden könne. Zudem müsse versucht werden, das Personal des Offenen Ganztags in Westrup weiterzubeschäftigen.

Gerd Rybak erinnerte daran, dass jetzt jeder wisse, wo der Hase lang läuft. „Die Anzahl der Kinder wird nicht größer“, sagte er und machte darauf aufmerksam, dass noch eine ganze reihe formeller Dinge zu erledigen seien, bevor der Rat einen Beschluss fassen könne. „Wir müssen den anderen Grundschulen die Zeit geben, damit sie sich auf die geänderten Schülerzahlen vorbereiten können“, forderte er von den Ausschussmitgliedern ein Ergebnis ein. Weil in den verbleibenden drei Klassen keine „Massenflucht“ zu erwarten sei, sagte Rybak bei der auslaufenden Auflösung die Unterstützung der Gemeinde zu.

Schulamtsleiter Klaus Schumacher informierte die Eltern, die ihre Kinder in Westrup angemeldet haben, darüber, dass ihnen die Daten zugehen würden, wann und wo sie ihre Kinder für eine andere Grundschule anmelden könnten. – Bericht folgt.

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