Hörfunk-Lesenacht verwandelt Pr. Ströher Grundschule in eine Gruselstätte

„Schwarze Spinnen“und „Finger“ auf dem Büfett

Engagiertes Kollegium: Anne Nünke, Hendrik Gepp, Jenny Totzek und Angelika Meier hatten die Schülermeute in Pr. Ströhen stilecht im Griff. ·
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Engagiertes Kollegium: Anne Nünke, Hendrik Gepp, Jenny Totzek und Angelika Meier hatten die Schülermeute in Pr. Ströhen stilecht im Griff. ·

Pr. Ströhen - Burgen, Ritter, Spukgewitter – ein Thema, das Kinder immer wieder aufs Neue fasziniert. Inspiriert durch die Teilnahme an der Lillipuz-Lesenacht des Westdeutschen Rundfunks am Freitagabend, hatte sich an der Grundschule in Pr. Ströhen in den vergangenen Wochen mehr entwickelt, als „nur“ in der Schule gemeinsam zu übernachten und bis spät in die Nacht Grusel- und Schauergeschichten zu hören – oder auch selbst zu lesen.

Bereits zum zweiten Mal beteiligte sich die Schule an der Lesenacht, die unter Einbeziehung von Lehrkräften, Kindern, Fördervereinsmitgliedern und Eltern einem kleinen Schulfest glich.

Schnell war am späten Nachmittag mit unzähligen Luftmatratzen das Nachtlager in den Klassen eingerichtet. Gruselige Dekoration, von Spinnennetzen bis Geisterlichtern, sorgte für schaurige Atmosphäre. Ebenso wie die Jungen und Mädchen selbst, die sich – passend zum Thema – genau so verkleidet hatten wie die Pädagogen: Hexen, Ritter, Gespenster und Burgfräulein sausten durch die Gänge.

Für Kinder und Eltern, die zunächst gemeinsam in den Abend starteten, wartete nicht nur ein leckeres, von den Eltern beigesteuertes, Gruselbüfett im Feierraum auf Verkostung. Nein, auch für eine heiße Überraschung in der kühlen Finsternis hatte das Lehrerkollegium gesorgt. Feuerspucker Matthias Spangenberg versetzte das Publikum mit Leuchtball- und Feuerjonglage sowie großen Flammenbögen ins Staunen.

In der Turnhalle gab es zudem noch eine weitere Überraschung für die Eltern. Passend zum Thema hatten die Schülerinnen und Schüler aller Klassen ein kleines Gruselprogramm auf die Beine gestellt.

Für ihre Musik- und Gesangsdarbietungen, Tänze, englische Limericks (kurze, fünfzeilige scherzhafte Gedichte) und schaurige Mitmachgeschichten ernteten die Kinder und das Kollegium viel Applaus und Anerkennung der Eltern.

Dichtes Gedränge herrschte anschließend am Gruselbüfett. Von „schwarzen Spinnen“ bis „abgehackten Fingern“ blieben hier keine Wünsche offen. Als „Beilage“ wurde zudem ein von einigen Kindern selbst gedrehter Gruselfilm gezeigt. „Ab nach Hause“ hieß es am Abend für die überflüssig gewordenen Erziehungsberechtigten – die eigentliche Lesenacht konnte starten. Einzelne Eltern verweilten zum Vorlesen ein wenig länger, zudem wurde gemalt, gerätselt und natürlich gequatscht. Auch nach einer kurzen Nachtwanderung kehrte auf dem Matratzenlager noch keine Ruhe ein.

„Vor zwei Jahren war die Lesenacht für die Kids bereits ein tolles Erlebnis. Solche Impulse didaktisch ganzheitlich auszuschöpfen und so die Lesefreude bei den Kindern zu wecken, ist sicher keine einfache und eine sehr arbeitsintensive Aufgabe. Doch die Resonanz zeigt, dass sich die Mühe erneut gelohnt hat“, zog Schulleiterin Bettina Wehebrink inmitten des lebhaften Trubels eine positive Zwischenbilanz.

Dass eigentlich die bis in die Nacht andauernde Hörfunksendung Impuls für diese unvergessliche Nacht war, war am Freitagabend angesichts der abwechslungsreichen Aktivitäten schnell vergessen. Zum Radiohören hatte niemand mehr so recht Zeit.

Außer Ann-Kristin (Klasse 1), Mika (Klasse 2), Carolin (Klasse 3) und Timo (Klasse 4), die als Interviewpartner ihrer Jahrgangsstufe – von Lehrer Bernd Porps zuvor kurz „gecoacht“ – dem Moderator per Telefonschaltung Rede und Antwort standen, was zum Thema Burgen, Ritter und Spukgewitter in ihrer Schule an diesem Abend so alles passiert war und die Kinder sonst noch erwartete. Irgendwann spät in der Nacht konnte sich dann auch das erwachsene Aufsichtpersonal für wenige Stunden zur Ruhe begeben. · Art

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