Stock-Car-Rennen: Endlauf zur Nordwestdeutschen Meisterschaft in Destel

Schubsen, drängeln und anrempeln erwünscht

Das Rennen der Wohnwagengespanne bejubelten die Zuschauer ebenso wie die Wettstreite des restlichen „fahrenden Altmetalls“. ·

Rahden - DESTEL · Massenkarambolagen, Rammstöße und waghalsige Überschläge, das war es, was die rund 800 Zuschauer am Sonnabend und Sonntag beim Stock-Car-Rennen in Destel sehen wollten. Sie wurden nicht enttäuscht, es wurden eine ganze Reihe spektakulärer Crashs geboten.

Zum 30. Mal in der Vereinsgeschichte und zum 19. Mal auf der Bahn in Destel veranstaltete das Kleeblatt-Team Preußisch Oldendorf einen Meisterschaftslauf für Stock-Car-Fahrer. Das Rennen in Destel war gleichzeitig der Endlauf zur Nordwestdeutschen Meisterschaft. Nach Hubraum wurden die Fahrzeuge in mehrere Klassen unterteilt, und die Fahrer überzeugten mit hohem fahrerischen Können und viel Mut zum Risiko.

Gewertet wurden komplett gefahrene Runden, Drehungen und Überschläge. Die Fahrer versuchten, in ihren von Käfigen geschützten Fahrzeugen, sich gegenseitig auf den Kopf zu stellen oder zumindest abenteuerlich anzurempeln, zu drängeln und zu schubsen und jagten ihr „fahrendes Altmetall“ über die Bahn. Trotz der teilweise recht waghalsigen Attacken nahm nur das Material Schaden. „Das ist den strengen Sicherheitsvorschriften zu verdanken“, so Rennleiter Bernd Hildebrandt.

Sieger in der ersten Klasse wurde Mario Tiemeier vom Team EU-Cars Racing. In der zweiten Klasse sicherte sich Meik Heckert vom Kleeblatt-Team den Sieg. David Gausmann vom SCC Bramsche holte sich den Titel in der dritten Klasse. In der vierten Klasse freute sich Tim Pfeifer vom RGSW über den Pokal.

Das Wohnwagen-Rodeo konnte Michael Möller für sich entscheiden, das Wohnwagen-Rennen gewann Mirco Nehrenheim, Gesamtsieger ist Mario Tiemeier.

Rennleiter Hildebrandt zeigte sich zufrieden mit der Veranstaltung und freute sich, dass „auch das Wetter mitspielte“. Bis zum Sonntagnachmittag, als heftige Regenschauer die Rennbahn in einen Schlammbahn verwandelten, sorgten sommerliche Temperaturen für beste Stimmung rund um die Rennstrecke.

Mit ohrenbetäubendem Getöse zogen die Boliden ihre Bahnen, und es roch nach verbranntem Gummi und Benzin. Jedes Rammen und jede Drehung quittierten die Zuschauer mit Applaus, je mehr Erde durch die Luft geschleudert wurde und je härter die Kollisionen waren, desto mehr heizte sich die Stimmung an und brachte jeden Besitzer eines scheckheftgepflegten Autos an den Rand des Nervenzusammenbruchs. · hm

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