Anbieter richten 2011 LTE-Technik ein

Schnelleres Internet für Rahden

Rahden - RAHDEN (kap) · Eine Beschlussvorlage des Rahdener Stadtrates oder andere Inhalte aus dem Internet herunterzuladen, könnte im Gebiet der Auestadt bald noch schneller gehen. Die Telekom plant für 2011 eine Einführung des Mobilfunkstandarts „LTE“ („Long Term Evolution“). Das teilte Bauamtsleiter Dieter Drunagel am Donnerstag den Mitgliedern des Stadtrates mit.

Der Internet-Anbieter werde den Funkturm an der Eisenbahnstraße bis zum zweiten Quartal 2011 mit gebrauchsfähiger LTE-Technik ausgerüstet haben, vermutlich Anfang Februar, sagte Drunagel. Die Übertragung sei „rund zehnmal schneller als herkömmliches DSL“. In einer Reichweite von neun Kilometern rund um den Turm bestehe dann eine Sendeleistung von 50 Megabite pro Sekunde. Die Kundenbandbreite betrage rund 3 MB pro Sekunde im „Downstream“ (Herunterladen) und bis zum 500 KBit/sec im „Upstream“ (Hochladen). „Fast das gesamte Stadtgebiet liegt innerhalb der Reichweite. Auch unterversorgte oder nicht gut versorgte Bereiche werden erreicht“, erklärte der Bauamtsleiter. Ziel sei es, die „Weißen Flecken“ – Orte ohne oder mit schlechter Internet-Anbindung – auszumerzen. Doch nicht nur die Rahdener hätten etwas davon. Auch Teile von Stemwede (kleiner Teil von Oppenwehe, Anm. d. Red.), Espelkamp und Diepenau lägen im Empfangsbereich. Die Leistung sei dabei abhängig von der Anzahl der Nutzer.

Um auch ganz Pr. Ströhen mit einer schnelleren Anbindung ins weltweite Netz zu versorgen, wolle die Telekom an der Schmiedestraße im Gewerbegebiet Pr. Ströhen einen UMTS-Sender installieren. Mit dem Internet-Anbieter Vodafone solle es kommende Woche Gespräche geben, sagte Drunagel. Dieser plane, den Sender an der Schmiedestraße bis März 2011 mit LTE-Funktechnik auszurüsten.

Zum Empfang sei ein W-Lan-Stick oder ein W-Lan-LTE-Router mit Sim-Karte vonnöten, erklärte Drunagel. Dabei solle der Preis gleich dem der DSL-Nutzung sein. Engpässe bei der Lieferung seien zu Anfang erwarten.

Aufgrund der Umstellung des Rundfunks auf Digitaltechnologie seien neue Frequenzen für den Mobilfunk frei geworden. Diese hätten im Mai größtenteils Telekom und Vodafone ersteigert.

Auch für die „User“, die nicht kabellos im WWW unterwegs sind, hatte Drunagel am Donnerstag gute Nachrichten. Etliche Kabelverzweiger im Stadtgebiet würden bislang von der Vermittlungsstelle an der Eisenbahnstraße direkt mit Glasfaser versorgt, sagte er. Die Telekom plane in der Eisenbahnstraße den Einbau einer so genannten „M-San-Indoor-Technik“, was Auswirkungen auf die Kabelverzweiger und somit auf den Endkunden habe, der bislang noch über Kupfer und nicht über Glasfaser angebunden werde.

„Einfach gesagt, die geben mehr Dampf auf den Kessel“, verdeutliche Drunagel seine technischen Ausführungen.

Die neue Technik erhöhe die Leistung in der Vermittlungsstelle von derzeit maximal 6 000 auf 16 000 KBit/sec. „Hier werden sich unabhängig vom weiteren Glasfaserausbau Verbesserungen in der Nutzbarmachung von DSL und in der Datengeschwindigkeit ergeben. Die Markterkundung und die Gespräche mit Versorgern hinsichtlich des weiteren Glasfaserausbaues laufen weiterhin parallel“, versprach der Bauamtsleiter. Der Festnetzausbau helfe vor allem all denen, die die Vorwahlen 05777 (Wehe) und 05775 (Tonnenheide) hätten.

Kommende Woche fänden zu diesem Thema in der Samtgemeinde Uchte Gespräche statt, an denen sich Rahden beteiligen wolle. „Wann genau gibt es denn mehr Dampf auf den Kessel ?“, fragte Friedrich-Wilhelm Schlickriede. „Im nächsten Jahr auf jeden Fall“, antwortete Drunagel.

▪ „Mehr Dampf

▪ auf dem Kessel“

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Unterwegs im Unesco-Welterbe Augsburg

Unterwegs im Unesco-Welterbe Augsburg

Schlüsselzeuge Sondland bringt Trump in schwere Bedrängnis

Schlüsselzeuge Sondland bringt Trump in schwere Bedrängnis

Razzia gegen "Hawala-Banking"

Razzia gegen "Hawala-Banking"

Nienburg: Dach für Eisbahn steht schon 

Nienburg: Dach für Eisbahn steht schon 

Kommentare