Lars Schulz vom Life House moderierte gestern in der Schule politische Elefantenrunde für Erstwählerinnen und -wähler

„Schluss! Aus! Vorbei!“ nicht gezogen

Die „rote Karte“ zeigte Lars Schulz (links) den Vertretern der am Sonntag für den Stemweder Gemeinderat kandidierenden Parteien zwar nicht, wohl aber die für ihre jeweiligen Statements noch verbleibenden Sprechzeiten (von links): Frank Rabe ( JU), Wilhelm Riesmeier ( SPD ), Wolfgang Fricke ( FDP ), Hermann Gesenhues (Bündnis 90/Die Grünen), Paul Dingemann ( FWG ) und Ulrich Manes (Republikaner). Fotos (3): Scheland

Wehdem - (ges) Das Life House-Team in Wehdem hat auf dem Wege, 1000 junge Wähler von 16 bis 27 Jahren zu motivieren, am Sonntag zur Wahl zu gehen, ein weiteres Etappenziel erreicht: Schülerinnen und Schülern der Stemwederberg-Schule sehen Kommunalpolitik jetzt vermutlich mit etwas anderen Augen.

Lars Schulz hatte in der Mittagszeit auf der einen Seite Schülerinnen und Schüler, auf der anderen die drei Bürgermeister-Kandidaten Gerd Rybak ( CDU ), Wilhelm Riesmeier ( SPD ) und Martin Schmidt ( FWG ) sowie Verantwortliche der am kommenden Sonntag für den Stemweder Rat kandidierenden Parteien eingeladen. Ziel des Sozialpädagogen war, mit der „Elefantenrunde“ Erstwählerinnen und Erstwählern eine Entscheidungshilfe zu bieten. Ob die Schülerinnen und Schüler (zumindest die über 16-jährigen) sie gefunden haben, müssen die Jugendlichen für sich selbst entscheiden.

„Schluss! Aus! Vorbei!“ war auf einem Schildchen zu lesen, das Lars Schulz schwenken wollte, wenn sich ein Redner nicht an die vorgegebene Zeit hielt. Er musste es nicht einmal benutzen. Nur die Schildchen mit den Hinweisen „Noch 60 Sekunden“ war einige Male zu sehen.

Der FWG-Bürgermeisterkandidat Martin Schmidt (46) nutzte seine Vorstellung dazu, den Jugendlichen mitzuteilen, warum Anfang des Jahres die Freie Wählergemeinschaft gegründet worden sei. „Es hat Vorkommnisse gegeben, die uns nicht gefallen haben. Jetzt treten wir und ich an, um Politik für Stemwede zu machen.“

„Wenn man etwas öde findet, haut man ab, oder versucht, etwas zu ändern“, betonte der 54-jährige Wilhelm Riesmeier, der sich für die SPD um den Bürgermeisterposten bewirbt. „Weil man aber allein nichts bewegen kann, muss man Gleichgesinnte finden, die eine Sache unterstützen. Das habe ich gemacht. Jetzt will ich Bürgermeister werden, weil ich hauptamtlich mehr erreichen kann als ehrenamtlich.“

„Ich lebe und arbeite hier, mag Land und Leute und habe viel Spaß an der Verwaltungsarbeit“, begründete CDU -Kandidat Gerd Rybak seine Motivation, Bürgermeister werden zu wollen. „Wir müssen Jugendliche an der Gestaltung des Gemeinwesens mitwirken lassen, denn die Jugend ist unsere Zukunft“, sagte er weiter.

Spontane Antworten verlangte Lars Schulz von den Kandidaten auf von ihm formulierte vorbereitete Fragen zu Themen, die auch Jugendliche interessieren. Nur einmal war sich das Trio bei der Antwort einig: „Mit einer Million Euro würde ich…weitere Schulden der Gemeinde abbauen.“ Und „voll krass“ finden alle drei Kandidaten „Vandalismus an öffentlichen Gebäuden und am Besitz anderer.“

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