59. ADAC Westfalen-Lippe-Fahrt

Zum Schloss Hüffe und zurück

Hingucker: Manfred Aspelmeier aus Hille konnte den zweiten Startpunkt in Niedermehnen trotz seiner Polizeiuniform aus der Zeit der Weimarer Republik nicht einfach so passieren. Christian Liedtke (l.) und Björn Kloppenburg (2.v.l.) vom AMC Stemweder Berg achteten genau darauf, wann es für ihn und die anderen Veteranen wieder losgehen konnte. Fotos (3): Pröpper

Haldem - (kp) Die Luft roch am Sonnabend am Haldemer Gasthaus Heinrich Rosengarten stark nach Benzin. Kein Wunder, schließlich starteten von dort aus die 64 Motorrad-Veteranen der 59. ADAC Westfalen-Lippe-Fahrt im Minutentakt mit ihren alten „heißen Öfen“.

Beim Start gab Moderator Wolfgang Prause zu jedem Krad Informationen. Historische Motorräder der Marken BMW, NSU, Humber, Triumph und Horex waren darunter – manche sogar mit Beiwagen. Besonders die ausgefallenen und ganz alten Zweiräder zogen die Aufmerksamkeit der Besucher und Beteiligten auf sich. So etwa die Progress 3 HP aus dem Jahr 1905 von Werner Stockmann aus Reiningen, der als erster an den Start ging. Als zweiter von drei Fahrern seiner Klasse und mit Platz 27 in der Gesamtwertung kam er am Nachmittag wieder in Haldem an. Seine Progress hatte ihn über Niedermehnen, Levern, Hollwede und Twiehausen nach Pr. Oldendorf zum Schloss Hüffe und zurück nach Haldem gebracht.

Doch um gute Plätze ging es den meisten Fahrern nur zweitrangig. Helmut Krone aus Dielingen sagte vor dem Start: „Wenn ich heute Abend zurückkomme, und ich und mein Motorrad sind heil geblieben, ist das genug.“ Am Ende belegte er den 16. Platz in seiner Klasse und den 41. in der Gesamtwertung. Bei der Fahrt ging es darum, die angepeilte Durchschnittsgeschwindigkeit zu halten und möglichst zum Ende des vorgegebenen Zeitrahmens die Haltepunkte der Gleichmäßigkeitsprüfungen zu erreichen.

An der Strecke machten drei rote Zeichen den Fahrern klar, wohin ihr Weg führt. Ein Dreieck stand für geradeaus, ein Kreis für rechts abbiegen und ein Viereck für links abbiegen.

Beim vierten Abschnitt der 102 Kilometer langen Strecke wurden die Schilder durch Kreidezeichnungen auf dem Asphalt ersetzt, da hier im vergangenen Jahr einige Hinweisschilder gestohlen worden waren.

„Es ist alles hervorragend gelaufen. Kein Unfall, kein Ausfall“, erklärte Wolf-Otto Weitekamp, Vorsitzender des ADAC Ostwestfalen-Lippe, nach der Fahrt. Das Siegerfeld der Gesamtwertung besetzten mit Josef Jäger (NSU Max, Salzkotten-Thüle), Günther Toben (NSU Fox 98, Hamburg) und Armin Redmer (AWD T 600, Hattingen) „alte Hasen“ der Veteranenszene. „Man kann nicht einfach neu dazukommen kommen und gewinnen“, erklärte Weitekamp. Neulinge platzieren sich meist im hinteren Feld.

Mal auf Hochglanz poliert, mal dem Alter überlassen: Das Aussehen der Maschinen variierte. „Der Trend geht derzeit dahin, die Maschinen historisch und authentisch zu lassen und sie nur zu imprägnieren“, wusste der Syker Hans Georg Göbel vom MSC Schwarme. Sein Verein richtet am kommenden Wochenende das Grasbahnrennen in Schwarme aus, bei dem auch Fahrer der Westfalen-Lippe-Fahrt dabei sein werden.

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