Erzieherin Ulrike Weckend sagt nach 31 Jahren dem evangelischen Kindergarten Wehdem „Auf Wiedersehen“

Mit dem Schiff in den Ruhestandshafen

In einem kleinen Segelboot lief Erzieherin Ulrike Weckend am Wochenende in den Hafen des Ruhestandes ein. Die Kinder ihrer Wehdemer Kindergartengruppe zogen die beliebte Erzieherin mit vereinten Kräften die rund 800 Meter lange Strecke nach Hause.

Wehdem - (Art). Mit einem kleinen Segelboot lief Erzieherin Ulrike Weckend am Freitag in den Hafen des Ruhestandes ein. Kolleginnen, Eltern, Vertreter der Kirche und des Kirchenkreises und natürlich die Kinder des evangelischen Kindergartens in Wehdem verabschiedeten sich nach 31 Jahren wertvoller Erziehungsarbeit von der frisch gebackenen Ruheständlerin.

        Insbesondere die Kinder ihrer Gruppe zeigten noch einmal höchste Anstrengungen für die beliebte Erzieherin, als sie sie auf einem Wagen mit einem kleinen Segelboot mit vereinten Kräften vom Kindergarten bis nach Hause zogen. Die 800 Meter lange Wegstrecke war bei der großen Hitze gerade noch zu schaffen. Am trauten Heim angekommen, sorgten die Kindergartenkinder für eine weitere Überraschung gesorgt: Auf einen Bogen über der Eingangtür hatten die Mädchen und Jungen ihre ganz persönlichen guten Wünsche für den Ruhestand aufgeschrieben.

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde war Ulrike Weckend zuvor von der evangelischen Kirche verabschiedet worden. Für den Kirchenkreis Lübbecke sprachen Edith Meier-Heßlau und für die Kirchengemeinde Wehdem Pfarrer Ulrich Mentemeier Dank für ihren langjährigen engagierten Einsatz zum Wohle der Kinder aus.

„Du hast in diesen 31 Jahren bei uns viel erlebt“, weckte Kindergartenleiterin Angelika Nordloh bei der Verabschiedung viele Erinnerungen der vergangenen drei Jahrzehnte. Am 1. August 1979 habe Ulrike Weckend ihre Arbeit im evangelischen Kindergarten Wehdem angetreten. „Es gab in dieser Zeit auch viele Veränderungen, auf die du dich einstellen musstest.“ Bereits vor der Aufnahme ihrer Tätigkeit war die Kindertageseinrichtung für Ulrike Weckend nicht unbekannt, denn ihre eigene Tochter Kathrin hatte hier schon ihre Kindergartenzeit verbracht. „Wir konnten uns in all den Jahren immer auf dich verlassen“, betonte Angelika Nordloh. „Selbst wenn es früh morgens ein Schlüsselproblem gab, warst du zur Stelle.“

Den Tag des Abschieds versüßten Kolleginnen, Eltern und Kinder mit einem Geschenk. Alle guten Wünsche, die Ulrike Weckend mit auf den Weg gegeben wurden, fassten die Kinder musikalisch mit Gesang in Worte.

„Du bist im Winter immer zu Fuß zur Arbeit gekommen und sobald es das Wetter zuließ, hast du dein Fahrrad rausgeholt“, erinnerte Angelika Nordloh. Doch an ihrem letzten Arbeitstag wolle man mit dieser Tradition brechen und die beliebte Erzieherin mit dem Schiff in den Hafen des Ruhestand geleiten.

„Natürlich sehen wir es mit einem weinenden Auge, wenn uns eine liebe Kollegin verlässt“, gab Angelika Nordloh zu. Doch mit Beginn des neuen Kindergartenjahres wird Katharina Grebasch in Weckends Fußstapfen treten, die sich bereits als Anerkennungspraktikantin mit der Einrichtung und den Kindern vertraut gemacht hat.

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