Spende von „Westfleisch“ für die Tafel

Saftige Braten für das Fest

Mit viel Engagement sind Ulrike Gralla, Marianne Graue, Gisela Zahnow, Iris Nordhoff, Erna Rennegarbe, Lisa Bienek, Hilde Meyer, Christa Portele und Rita Klose (von links) ehrenamtlich in der Lebensmittelausgabe der Lübbecker Land Tafel im DRK-Haus in Wehdem tätig. Fotos (2): Mühlke

Wehdem - (hm) · Besonders groß war gestern Vormittag, zwei Tage vor Heiligabend, der Andrang in der Wehdemer Ausgabestelle der Lübbecker Land Tafel im DRK-Haus in Wehdem. Bedürftige Menschen mit zufriedenem Gesichtsausdruck und glücklich strahlende Kinderaugen machten deutlich: Weihnachten ist nicht nur das Fest der Liebe, sondern auch der Nächstenliebe.

         Während die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter bereits in den frühen Morgenstunden damit beschäftigt waren, die eingegangenen Lebensmittel aus den Supermärkten zu sortieren und die großzügige Spende der „Mobicare“-Mitarbeiter (wir berichteten) aufzuteilen und in viele Tüten zu verpacken, warteten die ersten Kunden schon auf ihre Ration.

Dass die Kunden zu Weihnachten ein wenig mehr bekommen, als normalerweise üblich, machten Spenden möglich. Neben haltbaren Lebensmitteln wie Kakao, Kaffee, Margarine oder Weihnachtsstollen, die von „Mobicare“ zur Verfügung gestellt worden waren, durften sich die Bedürftigen auch auf eine große Fleischspende der Firma „Westfleisch“ aus Lübbecke freuen.

Ralf Meisolle, Betriebsratsvorsitzender bei „Westfleisch“, Mitarbeiter Reinhard Köhler und Personalchef André Vienerius hatten annähernd 130 Kilogramm Nackenbraten vom Schwein und Rinderhüftbraten im Gepäck, um es der Tafel zu spenden und somit bedürftigen Stemwedern eine große Freude für die bevorstehenden Feiertage zu machen. Dankend nahmen die Kunden die Braten in Empfang, die das weihnachtliche Festmahl bereichern sollen.

Die Firma „Westfleisch“ spendet in jedem Jahr zu Weihnachten für die Lübbecker Land Tafel. „In diesem Jahr ist Stemwede an der Reihe, im vergangenen Jahr ging die Fleischspende nach Rahden“, erklärte Ralf Meisolle.

„Die Menschen sind sehr dankbar“, berichtet Ulrike Gralla während der Lebensmittelausgabe. „Die meisten sind mit allem zufrieden, was sie hier bekommen“, ergänzt sie. Es gäbe auch hin und wieder eine Ausnahme, aber solche „Exoten“ seien eher selten. Auch die Religionen würden bei der Lebensmittelausgabe berücksichtigt: „Muslime essen ja kein Schweinefleisch, für sie sind dann andere Lebensmittel vorgesehen“, so Ulrike Gralla. Rund ein Drittel der Bedürftigen seien ausländische Mitbürger, teilt sie weiter mit. „Überraschend hoch ist aber auch die Zahl der jungen bedürftigen Familien und Alleinerziehenden mit Kindern. Sie sind gerade zu Weihnachten sehr dankbar, wenn sie ihren Kindern eine kleine Freude machen können.“

Oftmals lägen schlimme Schicksale hinter den Kunden, weiß Ulrike Gralla von ihrer Arbeit in der Kleiderkammer. „Aber ganz egal, ob die Not, in die sie geraten sind, selbstverschuldet ist oder nicht, hier wird ihnen immer ein Stück Wärme entgegengebracht, Wärme, die hilft, das Leben, auch in Armut, zu meistern.“

Das Engagement der mittlerweile 40 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sei außerordentlich groß, stellt Ulrike Gralla heraus. „Es wollten sogar 60 mitmachen“, freut sie sich. Tatkräftig unterstützt wird sie bei allen ehrenamtlichen Einsätzen von Ehemann Reinhold.

▪ Fleisch von Rind

▪ und Schwein

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