Bürger können heute Bohrplatz besichtigen

„Risiken sind nicht akzeptabel“

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Thomas Weidmann (links), Norbert Stahlhut (Mitte) und Olaf Martins (rechts) informierten Friedhelm Ortgies (2.v.l.) und Bürgermeister Gerd Rybak über die Arbeiten am Bohrloch Oppenwehe I.

Oppenwehe - Ein angenehmer Job ist es für Dr. Berthold Seifer nicht gerade. Der Exxon-Mitarbeiter lässt sich seit Dienstagabend stundenlang den kalten Wind um die Nase wehen. Er betreut das Infomobil, das der US-amerikanische Ölkonzern auf dem Hof des Landgasthauses Stemweder Berg, Brahendamm 5, in Oppenwehe aufgestellt hat, um interessierte Bürger über die Arbeiten am Bohrloch Oppenwehe I zu informieren.

Groß war der Ansturm gestern zwar noch nicht, aber es seien immer wieder Bürger, vor allem Anwohner aus der Nachbarschaft, gekommen, um einen Blick auf die Live-Kamera zu werfen und sich erklären zu lassen, was beim Fracking oder bei der Dieselrückholung genau geschieht. Die meisten Besucher erwartet Seifer heute. Dann können sich Interessierte mit dem Bus zur Plattform fahren lassen und sie sich ganz aus der Nähe anschauen.

Auf der Plattform gearbeitet wird heute nicht. Das sei zu gefährlich, wenn Besucher in der Nähe seien, so Seifer. Bisher liege man gut im Zeitplan, das Dieselöl werde am Freitag gegen Stickstoff ausgetauscht. Am Samstag werde die Plattform wahrscheinlich schon wieder geräumt.

Auch Stemwedes Bürgermeister Gerd Rybak und der Rahdener CDU-Landtagsabgeordnete Friedhelm Ortgies besichtigten gestern den Bohrplatz. Norbert Stahlhut, Leiter der Unternehmenskommunikation von Exxon Mobil aus Hannover, führte die Politiker über das Gelände. Im Gespräch mit den Exxon-Vertretern standen neben technischen Fragen vor allem die Sicherheitsvorkehrungen des Unternehmens und der Umweltschutz im Vordergrund.

„Die aktuell bekannten Risiken für Mensch und Umwelt sind nicht akzeptabel“, waren sich Rybak und Ortgies einig. Dies gelte sowohl für Lagerstätten-Drucktests als auch für alle anderen Maßnahmen im Bereich des Frackings.

„Es ist unabdingbar, dass Exxon Mobil die Sorgen und Ängste in der Bevölkerung ernst nimmt“, betonte Rybak die Bedeutung einer umfassenden Aufklärung der Anwohner. Zuletzt habe sich das Unternehmen in dieser Beziehung offener gezeigt als noch zu Beginn der Bohrung. Beide Politiker begrüßten, dass Exxon heute eine Besichtigungsmöglichkeit für jedermann anbietet. „Der Besuch vor Ort ist sehr informativ und wird bei vielen Menschen hoffentlich dazu beitragen, eine differenzierte Meinung zum Thema Fracking zu gewinnen“, hofft Ortgies. · mer

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