Abschiedsfeier für Hauptsschulleiter Ralf Fabri / Hendrik Grunwaldt Nachfolger

Rektor zur Schule gebracht

Ralf Fabri verabschiedete sich gestern von seinen Schülern. ·
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Ralf Fabri verabschiedete sich gestern von seinen Schülern. ·

Rahden - Den letzten Weg zu seiner Arbeitsstelle trat Ralf Fabri gestern nicht alleine an. Alle 293 Schüler der Rahdener Hauptschule waren dabei, als ihr Rektor mit einem Elektroauto aufs Schulgelände gefahren wurde und verabschiedeten sich, bevor in der Aula der festliche Teil der offiziellen Abschiedszeremonie begann. Mit Beginn der Sommerferien startet für Fabri, der länger als zwölf Jahre Leiter der Hauptschule war, der passive Teil seiner Altersteilzeit. Die Urkunde für seine Freistellungsphase bekommt er am 31. Juli 2015.

Die Begrüßung der geladenen Gäste übernahm Konrektor Walter Tegeler. Von ganzem Herzen begrüßte er die Gattin seines scheidenden Chefs, Sigrid Fabri. „Ich möchte mich schon jetzt entschuldigen für die sicher vielen Worte, die aus heutigem Anlass gesprochen werden, gehe aber auch davon aus, dass sie solches – genau wie wir – gewohnt sind. Dass muss man heute hier mal deutlich sagen“, sprach Tegeler scherzhaft Ralf Fabris Redefreudigkeit an.

Schulrätin Claudia Blum lobte dessen Erfahrung. „Sie haben die Hauptschule zu einem Qualitätssiegel der Region gemacht“, erklärte sie. Den Auflösungsvorgang seiner alten Hauptschule in Bad Oeynhausen-Rehme habe er vorbildlich gemeistert, ehe er nach einer Zwischenstation in Lübbecke im Jahr 2000 Schulleiter in Rahden wurde. „Sie haben sich stets um eine qualitative Weiterentwicklung bemüht, die Lehrkräfte angespornt und dabei die Fachlichkeit nie aus den Augen verloren“, sagte Blum.

Bürgermeister Bernd Hachmann hob die gute Zusammenarbeit zwischen Fabri und dem Hauptamt hervor. Fabri habe mit den anderen Schulleitern viel Neues auf den Weg gebracht, etwa die Mittagsbetreuung oder die Schulsozialarbeit. „Ich freue mich, dass ihr in Rahden wohnen bleibt“, sagte der Verwaltungschef dem Ehepaar Fabri, überreichte Weinflaschen und hoffte auf noch viele gesellige Abende auf dem Rahdener Weihnachtsmarkt.

Zusammenarbeit von

„Wertschätzung geprägt“

Für die Rahdener Schulleiterinnen und Schulleiter sprachen Ingrid von Mitzlaff (Gymnasium) und Ursula Radecker (Realschule). Sie blickten auf eine „sehr schöne gemeinsame Zeit“ zurück und verdeutlichten diese mit einem Gratulations-Alphabet. Dabei stand beispielsweise das „E“ für „erfolgreich“, denn erfolgreich sei die Vermittlung vieler Hauptschule in Ausbildungsverhältnisse verlaufen. Der Spruch „Schade, dass Du gehst“ hing nach der Rede auf Zettel geschrieben im Raum.

Ralf Fabris Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde Rahden sei immer von „äußerster Wertschätzung“ geprägt gewesen, sagte Pfarrer Stefan Thünemann in Begleitung von Pfarrerin Micaela Strunk-Rohrbeck. „Sie haben sich persönlich weit über das berufliche Maß für die Menschen eingesetzt“, drückte Thünemann dem Ruheständler seine Bewunderung aus.

Gerhard Wachowski und Birgitt Hafer erinnerten an den Kooperationsvertrag der Schule mit der Firma Kolbus. Ihre Unterstützung sprachen sie auch Hendrik Grunwaldt zu, der als Fabris Nachfolger nach den Ferien die Hauptschulleitung übernehmen wird. „Hier gab‘s immer viel zu tun, jetzt ist die Zeit mal auszuruhen“, reimte Schulpflegschafts- und Fördervereins-Vorsitzende Christina Bohnhorst-Wiegmann, ehe Mehtap Göral für die Schüler sprach. Dass bei solchen Verabschiedungsfeiern immer gelogen werde, fand sie nicht. „Sie können unser Dankeschön für bare Münze nehmen. Der Abschied fällt uns schwer“, sprach sie im Namen ihrer Mitschüler und gab das Versprechen für alle ab, „fortan eine liebe Schülerschar zu sein“. Hendrik Grunwaldt als neuen Rektor nicht zu akzeptieren, sei nicht in Ralf Fabris Interesse, so die Zehntklässlerin.

„Geschenktes Leben liegt vor Dir, genieße es, dass wünsch ich Dir“, reimte Fabris Ex-Kollegin Margarete Kiefer-Lückemeier, ehe Rainer Schieffer für das bestehende Kollegium endlich mit viel Witz auf Fabris unglaubliche und immer sitzende Frisur zu sprechen kam, von der eine Lehrerin sogar schon bis in ihre Träume verfolgt wurde.

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