Heinrich Spreen-Ledebur wird heute 95 Jahre

Reges Vereinsleben und viele Erinnerungen

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Noch guter Dinge ist Heinrich Spreen-Ledebur aus Pr. Ströhen, der heute 95 Jahre alt wird. Seine dreieinhalbjährige Urenkelin Ronja wird auch gratulieren. ·

Pr. Ströhen - Noch rüstig und guter Dinge ist Heinrich Spreen-Ledebur aus Pr. Ströhen, der heute 95 Jahre alt wird. „Ich hätte diesen Tag nicht erleben können, hätte mich nicht mein Kamerad 1944 in Ostpreußen aus der Frontlinie getragen, und mir so das Leben gerettet“, sagt der Jubilar rückblickend auf sein Leben, das er mit 90 Jahren in einer Biographie festgehalten hat.

Seit einigen Jahren lässt es Heinrich Spreen-Ledebur ruhiger angehen. Wenn es das Wetter erlaubt, fährt er gern Fahrrad und spielt zudem Mundharmonika. Im Singkreis in Wagenfeld macht er seit einiger Zeit als Sänger und Mundharmonikaspieler mit. Auch im Ort hat sich Spreen-Ledebur mit seinen Tätigkeiten einen Namen gemacht – kirchlich wie beruflich. Als passionierter Pferdezüchter gehörte er der ersten Abteilung des 1922 gegründeten Ströher Reitervereins an und war lange Vorstandsmitglied im Pferdezucht- und Reiterverein des Kreises Lübbecke. Heute ist er Ehrenmitglied im Reiterverein. Der Kameradschaft ehemaliger Soldaten und dem Sozialverband fühlt er sich ebenfalls verbunden.

Kirchlich gehörte Heinrich Spreen-Ledebur 18 Jahre dem Presbyterium der Kirchengemeinde Pr. Ströhen an. Noch heute vertritt er Pastor Roland Mettenbrink bei Geburtstagsbesuchen älterer Gemeindeglieder. 24 Jahre lang gehörte der Jubilar zum Aufsichtsrat der Rahdener Genossenschaft, davon zehn als Vorsitzender. Tatkräftig setzte er sich dort für die Interessen der Landwirte ein.

Heinrich Spreen-Ledebur wurde am 31. Januar 1918 auf der heutigen Stätte geboren. Mit einer Schwester und einer Halbschwester wuchs er auf, besuchte die Dorfschule und danach die Landwirtschaftsschule in Lübbecke. Ein Jahr war Heinrich Spreen-Ledebur im Lehrbetrieb Weßling in Holzhausen tätig, dann forderte ihn der eigene Hof.

Im Winter 1938 wurde er zum Arbeitsdienst ins Emsland eingezogen. Im Herbst 1939 folgte die Einberufung zur Wehrmacht. Spreen-Ledebur kam zur Reiterschwadron in Schloss Neuhaus. „Am schlimmsten war es in Russland“, erinnert er sich lebhaft an schwere Kämpfe und an den Rückmarsch, bei dem er in Ostpreußen verwundet wurde. Bei Kriegsende lag er im Lazarett in der Tschechei. Im Juni 1945 kehrte er zurück und widmete sich der Landwirtschaft.

Am 10. Mai 1946 heiratete der Rentner Charlotte, geborene Brunschütte aus Frotheim. Mit ihr feierte er das goldene und diamantene Ehejubiläum, bevor sie 2006 mit 84 Jahren verstarb. Fünf Kinder gingen aus der Ehe hervor. Sohn Dietrich wohnt mit Familie in Levern, Tochter Luise in Niedermehnen, Sohn Martin mit Familie in Lenzinghausen und Hartmut in Darlinghausen. Bei Sohn Jürgen und dessen Frau Sigrid verbringt Heinrich Spreen-Ledebur seinen Lebensabend. Sieben Enkelkinder und die Urenkelkinder Jola und Ronja gehören zu den weiteren Nachkommen. Sie alle wünschen dem Jubilar zum Ehrentag, dass er noch lange topfit unter ihnen weilt und seinen Hobbys nachgeht. · on

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