Belgischer Mädchenchor Scala & Kolacny-Brothers am 16. April 2010 in der St. Johanniskirche Rahden

Rammstein und Radiohead statt Volksmusik

Stellten das kulturelle Highlight am 16. April 2010 in Rahden vor (von links): Pfarrer Stefan Thünemann, Udo Redeker von der Volksbank, 2. Kul-Tür-Vorsitzende Monika Büntemeyer, Kul-Tür-Vorsitzender Detthard Wittler und Bernhard Plohr vom Vorstand der Volksbank Lübbecker Land.

Rahden - (ges) · „Der Mädchenchor verleiht jedem Song eine neue Dimension“ schwärmt Detthard Wittler, der Vorsitzende von Kul-Tür. Der Rahdener Kulturverein hat die Organisation für das Gastspiel von „Scala & Kolacny-Brothers“ übernommen, das am Freitag, 16. April, um 20 Uhr in der St. Johanniskirche beginnt.

Der Vorverkauf ist gestern angelaufen. Karten gibt es (in den Preiskategorien von 18 bis 10 Euro) in allen Geschäftsstellen der Volksbank Lübbecker Land sowie im Internet unter http://www.webviser.de/tickets/scala. Karten für die so genannten Hörplätze auf der Empore rechts und links ab der zweiten Reihe kosten 5 Euro. Das gesamte Konzert wird mittels Kameras auf eine Großleinwand projiziert.

Mehr als 25 Sängerinnen werden die Kolacny-Brothers bei dem Auftritt im Rahdener Gotteshaus präsentieren – ohne technischen Schnickschnack, ausschließlich mit Klavierbegleitung. Zu hören sind keine fröhlichen Volkslieder, Kantaten oder Motetten, sondern Rock und Pop von Xavier Naidoo beispielsweise, von Radiohead, Kylie Minogue oder Kraftwerk. Veranstalter sind Kul-Tür und die evangelische Kirchengemeinde, gesponsert wird das kulturelle Highlight im Programm des ersten Halbjahres 2010 von der Volksbank Lübbecker Land.

Eingestimmt wird das Publikum am 16. April auf das gut anderthalbstündige „Scala“-Konzert mit drei Titeln vom Jugendchor der Musikschule Espelkamp-Rahden-Stemwede unter der Leitung von Mechthild Bräkling.

„Scala“ und die Kolacny- Brüder Steven und Stijn gelten in der Fachwelt als die Popstars unter den Vocalgruppen. Die Besucher erleben glockenhelle Mädchenstimmen, ein Piano und zwei musikverrückte Brüder, die ganz offensichtlich wissen, was das Publikum begehrt.

Für die Kolacny-Brüder, die „Scala“ 1996 gegründet haben und für die Arrangements des Chores verantwortlich sind, liegt in der richtigen Songauswahl eines der Erfolgsgeheimnisse des belgischen Mädchenchores. „Es ist enorm wichtig, Musik zu finden, die zu Scala passt. Es müssen Songs sein, die mit der Umsetzung durch den Chor einen neuen musikalischen Sinn bekommen“, sagen die Brüder. Das war allerdings nicht immer so: Scala & Kolacny-Brothers haben als Mädchenchor mit einem klassischen Repertoire angefangen. Der Chor sang sich von Auszeichnung zu Auszeichnung. Als Scala im Jahre 2000 bei einem kanadischen Festival den Titel „Creep“ von Radiohead sangen, versagten die Juroren dem Chor wegen der ungewöhnlichen Wahl den ersten Platz. Danach stand für die Kolacny-Brüder fest: Unser ungewöhnliche Weg ist der richtige.

Doch anstatt Hits von Depeche Mode oder U 2 nur zu covern, setzten Steven und Stijn Kolacny auf eigene Arrangements. Spätestens mit dem 2005 erschienenen deutschsprachigen Album „Grenzenlos“, das mehr als 300 000 Mal verkauft wurde, avancierte Scala zum erfolgreichsten Mädchenchor der Welt. Und immer noch fügen Steven und Stijn Kolacny zusammen, was nicht zusammengehört: Kylie Minogue und Kraftwerk, Depeche Mode und Die Toten Hosen, Radiohead und Rio Reiser oder Sinead O´Connor und die Sportfreunde Stiller stehen im Repertoire von Scala in ungewohnter Eintracht nebeneinander.

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