Zahl der Wildunfälle in Pr. Ströhen sinkt / Jäger wollen Aktion ausdehnen

Reflektoren zeigen Wirkung

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Die Pr. Ströher Jägerschaft hat im vergangenen Jahr unter anderem an der Pr.-Ströher-Allee Hegereflektoren angebracht. Seitdem ist dort kein einziger Wildunfall passiert.

Pr. Ströhen - Von Katharina Schmidt. Mit dem Mais schwinden auf den Feldern derzeit auch die Rückzugsmöglichkeiten für Rehe. Das bringt die Tiere in Bewegung und begünstigt Wildunfälle. Um Mensch und Tier zu schützen, hat die Pr. Ströher Jägerschaft Ende 2014 spezielle Reflektoren an der Pr.-Ströher-Allee und Teilen der Moororter Straße angebracht. Seit dem ist dort kein Wildunfall mehr passiert, berichtet Hartmut Winkelmann, Sprecher der Pr. Ströher Jägerschaft.

Die so genannten „Hegereflektoren“ reflektieren dem Jäger zufolge das Licht von Autoscheinwerfern und schrecken die Tiere dadurch ab. Langzeitprognosen über die Wirkung der Reflektoren kann Winkelmann allerdings noch nicht treffen. „Man muss abwarten, ob sich die Tiere auf Dauer nicht daran gewöhnen“, sagt er auf Nachfrage.

Bislang sind die Jäger mit den Reflektoren zufrieden. Diese hatten sie angeschafft mit finanzieller Unterstützung des Rahdener LVM-Versicherungsbüros Brune, Rehling und Schwarze sowie Hermann Kröger von der Provinzial Versicherung und der Jagdgenossenschaft Pr. Ströhen.

Im kommenden Frühjahr will die Jägerschaft aus eigener Tasche 250 weitere Reflektoren in Pr. Ströhen anbringen. Hierfür angedachte Straßen sind Winkelmann zufolge die Tielger Straße, die Sielhorster Straße und Teile der B239, die nicht mit einem Wildschutzzaun gesichert sind. „Das sind Unfallschwerpunkte“, erklärt er die Wahl der Strecken.

Einer der blauen Reflektor kostet Winkelmann zufolge fünf Euro – sie müssten allerdings flächendeckend angebracht werden. Im Gegensatz zu Wildschutzzäunen würden sie den natürlichen Wechsel der Tiere kaum beeinflussen.

Übrigens: Die Zeit mit dem stärksten Wildwechsel ist Winkelmann zufolge schon vorbei: Die Brunftzeit im Juli und August. „Dann sind die Tiere kopflos“, erklärt er. Doch aufgrund der Ernte und der Dunkelheit müssten Autofahrer auch zurzeit vermehrt auf Wild achten. Winkelmann rät, nicht zu schnell zu fahren. Je schneller man unterwegs sei, desto schlechter könne man reagieren. Er hat zudem die Erfahrung gemacht, dass viele Unfälle am Wochenende, wenn Feste sind, passieren.

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